Schuldbücher und Rechnungen der Großschäffer und Lieger des Deutschen Ordens in Preußen.

Band 4: Liegerbücher der Großschäfferei Königsberg (Ordensfolianten 150–152 und Zusatzmaterial). Hrsg. und bearb. von Cordula A. Franzke. (Zugleich: Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte. N.F., Band LIX,4).

Edited by Cordula A. Franzke

Book cover: Schuldbücher und Rechnungen der Großschäffer und Lieger des Deutschen Ordens in Preußen.

Hardback (Published)

(August 2018)

ISBN: 9783428152513

6.18 x 9.17 inches

Price: $174.00

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Der Deutsche Orden in Preußen beschäftigte im Spätmittelalter zahlreiche Lieger, welche in städtischen Zentren und Regionen Handel trieben. Aus jener Zeit sind drei Schuld- und Rechnungsbücher der flandrischen Lieger Johannes Plige und Andreas Koyan aus der Zeit von 1391 bis 1399 und von 1419 bis 1435/36 überliefert, aus welchen Abläufe und Strukturen sowohl der persönlichen Handelstätigkeit als auch derjenigen für die Ordensherrschaft hervorgehen.


Die Groaschaffereien des Deutschen Ordens in Preuaen auf der Marienburg und in Konigsberg stellen wohl die bedeutendsten landesherrlichen Handelsorganisationen des ausgehenden Mittelalters dar. Das Handelsnetz des Ordens uberspannte den nordlichen Teil des europaischen Kontinents mit den Stadten Brugge, Lubeck, Danzig, Lemberg, Thorn und Elbing als Zentren sowie den Regionen Livland, England und Schottland und wurde in der Zeit zwischen 1356 und 1451 von uber 57 Liegern getragen. Die erhaltenen drei Schuld- und Rechnungsbucher der Lieger Johannes Plige und Andreas Koyan im flandrischen Brugge aus der Zeit von 1391 bis 1399 und von 1419 bis 1435/36 gewahren Einblicke in die Ablaufe und Strukturen sowohl der personlichen Handelstatigkeit als auch derjenigen fur die Ordensherrschaft wahrend der Hansezeit.

Verzeichnis der Tabellen, Abbildungen und Abkürzungen

I. Lieger des Deutschen Ordens

Forschungsstand und Fragestellung – Quellen und Methode – Handelsstadt Brügge und Währungssysteme – Das Liegeramt – Merke der Großschäfferei Königsberg und Marienburg – Handelsmerke in den Liegerbüchern – Lieger der Großschäffereien Königsberg und Marienburg und weiterer Amtsträger – Der Kaufmann und Lieger Johannes Plige – Der Kaufmann und Lieger Andreas Koyan – Die Bedeutung der Lieger für die Wirtschaftstätigkeit des Ordens – Zusammenfassung

II. Edition

Beschreibung der Ordensfolianten – Editionsgrundsätze

Quellen- und Literaturverzeichnis

Register

III. Text der Edition

OF 150: Johannes Plige (1391–1399) – OF 151: Andreas Koyan (1419–1434) – OF 152: Andreas Koyan (1423–1435/36) – Zusatzmaterial

Glossar

Register der Edition

Personen – Ämter- und Berufsbezeichnungen – Personen ohne Namensbezeichnung – Handelswaren und Sachbezeichnungen – Ortsnamen und Ortsbezeichnungen – Währungen und Gewichte

Cordula A. Franzke ist wissenschaftliche Bibliothekarin. Ihr Referendariat absolvierte sie an der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe, und an der Bibliotheksakademie Bayern, München. Zuvor war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hamburg in einem DFG-Editionsprojekt und als Lehrbeauftragte tätig. Sie studierte Geschichte, Geographie und Erziehungswissenschaft an den Universitäten in Hamburg, Galway und Tel Aviv und promovierte an der Universität Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die spätmittelalterliche Wirtschaftsgeschichte im Hanseraum, digitale Editionen und Repositorien im Kontext der Digital Humanities.

  • Edited by Cordula A. Franzke

»Das Glossar ist wegen seines terminologischen Gehalts, die Zeitleiste der Lieger wegen ihrer Anschaulichkeit besonders hervorzuheben. Es handelt sich somit insgesamt um eine für die Forschung äußerst hilfreiche, wirtschafts- und sozialgeschichtlich ausgerichtete Erschließung
einer fast unikalen Quellengruppe!« Prof. Dr. Marie-Luise Heckmann, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters, Bd. 77, 1/2021

»Außerdem eröffnet das Werk gute Ansätze und Impulse für eine weitere Erforschung der Tätigkeit der Lieger im Deutschen Orden. Mit der handwerklich sehr guten Edition dieser wertvollen und auf weite Strecken für die ostmitteleuropäische und mittelalterliche Wirtschaftsgeschichte einmaligen Quellen sind für die nächsten Jahrzehnte Maßstäbe als Standardwerk für die Forschung gesetzt.« Dr. Marcus Wüst, in: sehepunkte 21 (202), Nr. 7/8 [15.07.2021], URL: http://www.sehepunkte.de/2021/07/36079.html
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