Das heilige Tor

By (author) Gerhard Kuhn

Book cover: Das heilige Tor

Extent: 280 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Classical Studies, Mediterranean Archaeology

Series: Kerameikos

Language: German

Hardback (Published)

(September 2017)

ISBN: 9783954902354

9.33 x 13.23 inches

Price: $165.00

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Das Heilige Tor liegt nur 42 m vom größten Stadttor Athens, dem Dipylon, entfernt und gehört ebenso wie dieses zum Typus des nach außen hin offenen Hoftores. Dabei ist die Verschlusszone gegenüber der angrenzenden Stadtmauer zum Stadtinneren hin zurückversetzt. So konnten die anstürmenden Belagerer von der Seite her unter Beschuss genommen werden. Das Heilige Tor wurde zusammen mit der Stadtmauer nach dem Abzug der Perser im Winter 479/478 v. Chr. errichtet (Thuk. 1, 93) und erlebte bis zur Zerstörung durch den römischen Feldherrn Sulla im Jahre 86 v. Chr. fünf weitere Bauphasen, die, anders als am benachbarten Dipylon, auch einschneidende Veränderungen des Grundrisses mit sich brachten.<br/>


Das Heilige Tor, das nur 42 m vom grossten Stadttor Athens, dem Dipylon, entfernt ist, gehort, wie dieses, zum Typus des nach aussen hin offenen Hoftores. Dabei ist die Verschlusszone gegenuber der angrenzenden Stadtmauer zum Stadtinneren hin zuruckversetzt. So konnten die ansturmenden Belagerer von der Seite her unter Beschuss genommen werden. Neben der Heiligen Strasse, auf der die Prozessionen zum Mysterienheiligtum der Demeter und Kore nach Eleusis zogen, verliess auch der einzige im Innern des Mauerrings fliessende Bach, der Eridanos, an dieser Stelle das Stadtareal. Das Heilige Tor wurde zusammen mit der Stadtmauer nach dem Abzug der Perser im Winter 479/478 v. Chr. errichtet (Thuk. 1, 93) und erlebte bis zur Zerstorung durch den romischen Feldherrn Sulla im Jahre 86 v. Chr. funf weitere Bauphasen, die, anders als am benachbarten Dipylon, auch einschneidende Veranderungen des Grundrisses mit sich brachten. Ein wichtiges Agens dafur war der Bachlauf, der von Anfang an einen fortifikatorischen Schwachpunkt darstellte, ein anderes die seit spatklassischer Zeit zu beobachtende Entwicklung schwerer Steinkatapulte. Wahrend der ersten sechs Phasen bestand die Bausubstanz des Heiligen Tores, ebenso wie diejenige der Stadtmauer, aus mit feinem Putz uberzogenen Lehmziegeln auf steinernem Sockel. Zwei spatkaiserzeitliche Bauperioden, wahrend derer der Torbau ganz aus wiederverwendeten Steinen errichtet war, beschliessen die rund tausendjahrige Geschichte des Bauwerks.

  • By (author) Gerhard Kuhn

Es darf als Glücksfall bezeichnet werden, dass Ursula Knigge, seinerzeit Grabungsleiterin, Gerhard Kuhn im Jahr 1990 für die Aufgabe der abschließenden Erforschung des Heiligen Tores gewinnen konnte.<br/><br/>Von Ulrich Sinn<br/><br/>In: Bonner Jahrbücher, Bd. 217, 2017, S. 455-457
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