Busse
edited by Jens Schroter
Paperback (Published)
(May 2017)
ISBN: 9783374052462
5.75 x 8.46 inches
Price: $25.00
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Anlasslich des 500. Reformationsjubilaums widmet sich die Berliner Theologische Zeitschrift einem von Kirche und Theologie vernachlassigtem Thema: der Buae. Fur viele Menschen ist der Begriff negativ besetzt und wird in der Regel als eine Form von Bestrafung (z.B. Buageldkatalog, Buageldbescheid) verstanden. Gleichwohl handelt es sich bei der Buae um einen Zentralbegriff der christlichen Theologie und Frommigkeit, der sich durch alle Epochen des Christentums zieht und sowohl als Lebenshaltung als auch als kirchliche Institution seine Ausgestaltung erfahrt. Nicht ohne Grund eroffnete Martin Luther seine 95 Thesen mit dem Buaruf Jesu. Darin betonte Luther, dass das ganze Leben der Glaubigen Buae sein solle. Was das genauer heiat, danach fragt das vorliegende Heft. In klassischer Reihenfolge wird das Thema Buae aus der Sicht verschiedener theologischer Disziplinen bearbeitet. So wendet sich Hannes Bezzel aus Perspektive des Alten Testamentes der Entwicklung der prophetischen Buapredigt als Gerichtsverkundigung und Umkehrruf zu. Nils Neumann geht dem Begriff ‘metanoia’ bzw. ‘metanoein’ nach und deckt die damit verbundenen neutestamentlichen Handlungsstrukturen auf. Unter Einbeziehung der vorreformatorischen Theologiegeschichte spurt Martin Ohst in seinem Beitrag ‘Vom Leistungsprinzip zum Bildungsgedanken’ Motive und Tendenzen in Luthers Verstandnis von Buae nach. Dem kirchlichen Umgang mit Schuld und Buae seit 1945 wird anschlieaend besondere Aufmerksamkeit zuteil. Martin Greschat widmet sich unter dem Titel ‘Zwischen Verdrangung und Aufarbeitung’ dem Thema in der evangelischen Kirche angesichts des Nationalsozialismus. Ehrhart Neubert reflektiert die Thematik im Horizont der evangelischen Kirchen in der DDR und fragt kritisch nach einem angemessenen Umgang mit Schuld und Schuldverstrickung nach 1989. Martin Leiner lenkt schliealich den Blick nach Sudafrika und interpretiert die Thematik Buae und Beichte vor dem Hintergrund der dortigen Wahrheits- und Versohnungskommission (TRC). In systematisch-theologischer Perspektive greift Dietrich Korsch verschiedene, zuvor im Heft gezogene Linien auf, verdichtet sie auf die Frage nach der Erneuerung des Lebens und leistet somit einen Beitrag zum Sinn der Buae. Abschlieaend geht Peter Zimmerling der praktisch-theologischen Sichtweise nach, fragt kritisch nach dem heutigen Stellenwert von Beichte und Buae in der gottesdienstlichen Praxis und zeigt Moglichkeiten der Erneuerung einer verlebendigten Buapraxis auf.
Anlasslich des 500. Reformationsjubilaums widmet sich die Berliner Theologische Zeitschrift einem von Kirche und Theologie vernachlassigtem Thema: der Buae. Fur viele Menschen ist der Begriff negativ besetzt und wird in der Regel als eine Form von Bestrafung (z.B. Buageldkatalog, Buageldbescheid) verstanden. Gleichwohl handelt es sich bei der Buae um einen Zentralbegriff der christlichen Theologie und Frommigkeit, der sich durch alle Epochen des Christentums zieht und sowohl als Lebenshaltung als auch als kirchliche Institution seine Ausgestaltung erfahrt. Nicht ohne Grund eroffnete Martin Luther seine 95 Thesen mit dem Buaruf Jesu. Darin betonte Luther, dass das ganze Leben der Glaubigen Buae sein solle. Was das genauer heiat, danach fragt das vorliegende Heft. In klassischer Reihenfolge wird das Thema Buae aus der Sicht verschiedener theologischer Disziplinen bearbeitet. So wendet sich Hannes Bezzel aus Perspektive des Alten Testamentes der Entwicklung der prophetischen Buapredigt als Gerichtsverkundigung und Umkehrruf zu. Nils Neumann geht dem Begriff ‘metanoia’ bzw. ‘metanoein’ nach und deckt die damit verbundenen neutestamentlichen Handlungsstrukturen auf. Unter Einbeziehung der vorreformatorischen Theologiegeschichte spurt Martin Ohst in seinem Beitrag ‘Vom Leistungsprinzip zum Bildungsgedanken’ Motive und Tendenzen in Luthers Verstandnis von Buae nach. Dem kirchlichen Umgang mit Schuld und Buae seit 1945 wird anschlieaend besondere Aufmerksamkeit zuteil. Martin Greschat widmet sich unter dem Titel ‘Zwischen Verdrangung und Aufarbeitung’ dem Thema in der evangelischen Kirche angesichts des Nationalsozialismus. Ehrhart Neubert reflektiert die Thematik im Horizont der evangelischen Kirchen in der DDR und fragt kritisch nach einem angemessenen Umgang mit Schuld und Schuldverstrickung nach 1989. Martin Leiner lenkt schliealich den Blick nach Sudafrika und interpretiert die Thematik Buae und Beichte vor dem Hintergrund der dortigen Wahrheits- und Versohnungskommission (TRC). In systematisch-theologischer Perspektive greift Dietrich Korsch verschiedene, zuvor im Heft gezogene Linien auf, verdichtet sie auf die Frage nach der Erneuerung des Lebens und leistet somit einen Beitrag zum Sinn der Buae. Abschlieaend geht Peter Zimmerling der praktisch-theologischen Sichtweise nach, fragt kritisch nach dem heutigen Stellenwert von Beichte und Buae in der gottesdienstlichen Praxis und zeigt Moglichkeiten der Erneuerung einer verlebendigten Buapraxis auf.
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