Magische Gestalten: Verzauberung und Lenkung in Tassos Gerusalemme Liberata

By (author) Irene Herzog

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Tell a Colleague/Librarian/Friend

Extent: 350 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies, Literary Studies, Religious Studies

Series: culturae

Series volume number: 24

Language: German

Hardback (Published)

(December 2025)

ISBN: 9783447121781

6.69 x 9.45 inches

Price: $81.00

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Den magischen Diskurs der Fruhen Neuzeit dominiert die christliche Idee einer magia daemonialis, wonach Magie Teufelswerk ist und die christliche Ordnung gefahrdet. Fur Vertreter einer magia naturalis hingegen entstehen magische Effekte auch auf naturliche Weise, ohne damonische Hilfe. Im Hexenhammer von 1486 wird deutlich, dass beide Positionen auf dem Konzept von ‘Lenkung’ basieren. Wie auch Tassos Dialog Il Messaggiero zeigt, ist der Begriff der ‘Lenkung’ fur die Fruhe Neuzeit zentral, da er grundlegende historische Gesetzmassigkeiten und Machtstrukturen erklart: Gottes Lenkung garantiert die kosmische Ordnung wie analog der Regent die staatliche Ordnung sichert. Der Mensch unterliegt als korperliches Wesen einer geistigen Lenkung: innere spiritus regeln die Korperfunktionen und die menschlichen Handlungen werden von himmlischen Boten dirigiert. Damonen manipulieren den Menschen uber die korperliche Kontrolle der Affekte. Irene Herzogs Analyse der heidnischen Magierfiguren im Epos Gerusalemme Liberata zeigt, dass der Begriff der ‘Lenkung’ fur Torquato Tassos Poetik grundlegend ist. Tasso nutzt die historische Binnendifferenzierung zur Konzeption der Magierfiguren Ismen und Armida und prasentiert Magie offiziell als Indikator fur den Status christlicher Machtordnung. Gleichzeitig erscheinen die Massnahmen und Effekte der beiden magischen Figuren als Reflexionsflachen asthetischer Lenkung.

  • By (author) Irene Herzog