Trauma und Terror

Zum palastinensischen und tschetschenischen Nationalismus

by Tessa Szyszkowitz

Image coming soon

Extent: 168 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Social Sciences 

Language: German

Paperback (Out of print)

(November 2007)

ISBN: 9783205777045

6.65 x 9.45 inches

Price: $46.00

Out of stock

Im Februar 1944 deportierte Josef Stalin die Tschetschenen nach Kasachstan, Kirgisien und Sibirien. Dreizehn Jahre blieben sie im erzwungenen Exil. Nach Stalins Tod erkampften die Tschetschenen ihre Ruckkehr, in den Dorfern aber lebten langst andere. Bis zum Ende der Sowjetunion – mit Ausnahme einer kurzen Periode unter Nikita Chruschtschow – blieben sie ein “unzuverlassiges Volk”, uber dessen Schicksal nichts publiziert werden durfte.Auch die Palastinenser erlebten in den Vierzigerjahren ein kollektives Trauma, das bis heute nicht anerkannt ist. In der “Nakbah” (“Katastrophe”) verloren 750.000 palastinensische Araber 1948 bei Errichtung Israels ihre Heimat. Die Halfte des palastinensischen Volkes lebte fortan als Fluchtlinge in den umliegenden arabischen Staaten. Heute hat sich zwar international das Bewusstsein durchgesetzt, dass der Nahostkonflikt mit einem unabhangigen Staat der Palastinenser in den von Israel 19567 besetzten Gebieten zu losen ware, bisher aber sind alle Friedensinitiativen fruchtlos geblieben.Die Analyse historischer Fakten in Kombination mit den Erkenntnissen der Psychiatrie hinsichtlich der Behandlung von kollektiven Traumata kann helfen, eine politische Losung im Nahen Osten und im Kaukasus zu finden.

  • By (author) Tessa Szyszkowitz