Preußische Städte im Gebiete des polnischen Nationalitätenkampfes.

Verfassung und Verwaltungsorganisation der Städte. Dritter Band: Königreich Preußen. Dritter Band, erster Teil. (Schriften des Vereins für Socialpolitik 119-I).

Edited by Ludwig Bernhard

Book cover: Preußische Städte im Gebiete des polnischen Nationalitätenkampfes.

Extent: 248 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Slavic Studies, Social Sciences 

Series: Duncker & Humblot reprints

Language: German

Paperback (Published)

(August 2014)

ISBN: 9783428173686

6.18 x 9.17 inches

Price: $116.00

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Im Rahmen des Projekts Duncker & Humblot reprints heben wir Schatze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Grundung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstucke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfugbar gemacht.

»Nationalökonom, * 4.7.1875 Berlin, † 16.1.1935 Berlin. (evangelisch)

B. studierte in Berlin und München Staatswissenschaften und Maschinenbau, habilitierte sich an der Universität Berlin und wurde 1904 Professor an der Akademie in Posen, 1906 ordentlicher Professor in Greifswald und 1907 in Kiel. 1908 gegen das Votum der philosphischen Fakultät an die Universität Berlin berufen, bat er am 1.7.1908 wegen der ablehnenden Haltung der Universität gegen seine Person um seine Entlassung, nahm aber schließlich im Herbst 1909 die Lehrtätigkeit auf, nachdem die Fakultät ihren Widerspruch zurückgezogen hatte.

B. trat zuerst mit Studien über Lohnsysteme und Löhnungsmethoden hervor. Sodann beschäftigte er sich in Aufsehen erregender Weise mit dem deutsch-polnischen Nationalitätenkampf und der preußischen Polenpolitik. Diese müsse von den Methoden der Unterdrückung einerseits und schwächlicher Versöhnungspolitik andererseits abgehen, sich zunächst einmal um wirkliches Verständnis des Polentums und seiner Organisationen bemühen, um auf dieser Grundlage seine echte positive Einbeziehung in das deutsche Staats- und Wirtschaftsleben in Angriff zu nehmen. Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde B. zum Mittelpunkt der Diskussion über die Zukunft der deutschen Sozialpolitik, die er scharf angriff und besonders für das Bestehen einer ›Rentenhysterie‹ als Folge der Sozialversicherung verantwortlich machte. In seinen letzten Lebensjahren widmete er sich vornehmlich dem Studium des Faschismus und der Wirtschaftsdiktatur.«

Jahn, Georg, in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 119 f.

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