Das Markusevangelium als kollektives Gedächtnis

By (author) Sandra Huebenthal

Book cover: Das Markusevangelium als kollektives Gedächtnis

Extent: 536 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Biblical Studies, Religious Studies

Series: Forschungen zur Religion und Literatur des Alten und Neuen Testaments

Language: German

Hardback (Published)

(July 2018)

ISBN: 9783525540329

6.34 x 9.33 inches

Price: $213.00

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Based on modern methods on social memory taken from cultural studies the author of this volume presents a model for reading Biblical texts as collective memories, the example here being the Gospel of Mark. This Gospel is shown to be a text that derives from collective narrative memory based on recollections of Jesus life and teachings. This volume foremost serves to stimulate discussion about the methods employed in studies of the Gospel of Mark as well as presenting a contribution to ongoing interdisciplinary Biblical research. German text.


Seit der Wende zur Redaktionsgeschichte werden die Evangelien in der Bibelwissenschaft als von ihren Autoren resp. Redaktoren entworfene Schriften verstanden. Das zugrunde liegende Textmodell versteht den Evangelisten/Redaktor als Gegenuber einer Gemeinde, fur die er seine Theologie narrativ entfaltet. In dieser Konzeption gerat die Gemeinde, die als Erinnerungsgemeinschaft hinter den Texten steht, aus dem Blick, da sie nicht als Tragerin, sondern als Empfangerin der in diesem Text verschriftlichten Jesuserinnerung verstanden wird. Die vorliegende Studie siedelt sich an der Schnittstelle von Theologie und Kulturwissenschaft an und fragt nicht literarkritisch-genetisch, sondern produktionsasthetisch-gedachtnistheoretisch nach dem Phanomen der Evangelien. Sie entwickelt ein Modell des Markusevangeliums als diskursiv verfertigter, episodisch strukturierter und narrativ entfalteter Erinnerungstext, das am Makrotext des Evangeliums expliziert wird. Wie Erinnerungstexte im Markusevangelium im Einzelnen strukturiert sind und die Identitat der Erinnerungsgemeinschaft im Spiegel ihrer Jesuserinnerung konstruiert ist, wird schliesslich anhand des Textsegments Mk 6,6b-8,26, das Alltagserfahrungen wie Essen, Gesundheit und kultische Reinheit thematisiert und insbesondere anhand narratologischer Verfahren genauer untersucht. So ist die Studie einerseits ein Stimulans zur Methodenreflexion in der Markusforschung und andererseits ein Beitrag zum interdisziplinaren Gesprach.

Dr. theol. Sandra Hubenthal ist Lehrende in Basel, Frankfurt, Koln, Saarbrucken, der RWTH Aachen und der Hochschule Sankt Georgen.

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