Wirtschaftspolitische Ziele in der globalen Welt.
By (author) Claus Köhler
Hardback (Published)
(September 2013)
ISBN: 9783428141814
6.18 x 9.17 inches
Price: $87.00
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Der Gegensatz zwischen der grenzüberschreitenden Wirtschaft als Folge der Globalisierung und meist nationaler Wirtschaftspolitik verlangt nach verstärkter internationaler Kooperation. Ziele sind Vollbeschäftigung, Preisstabilität und freier globaler Leistungsaustausch. Beim Vollbeschäftigungsziel haben sich die Staaten zurückgehalten. Daher sollte dieses Ziel, nach dem Vorbild der USA, von den Zentralbanken wahrgenommen werden. Neben der Beseitigung von Handelshemmnissen verlangt ein freier globaler Markt handelsneutrale Wechselkursentwicklungen.
Die Entwicklung zum superschnellen Informationssystem (Internet) und zu schnellen Verkehrssystemen auf der Erde und in der Luft macht die Erde zu einem globalen Dorf. Die Wirtschaft ergriff die Chance. Sie produziert rund um die Welt und setzt ihre Waren in allen Erdteilen ab. Die Wirtschaftspolitik dagegen verharrt noch weitgehend in nationalen Grenzen. Grenzüberschreitende wirtschaftliche Aktivitäten der Unternehmen und nationale Wirtschaftspolitik sind Gegensätze, die auf Dauer nicht Bestand haben.
Grenzüberschreitende wirtschaftspolitische Kooperation ist erforderlich. So muss man sich zunächst über die anzustrebenden Ziele klar sein. Das wichtigste Ziel ist Vollbeschäftigung. Die recht hohe Arbeitslosenziffer in vielen Ländern birgt die Gefahr gesellschaftlichen Aufbegehrens und somit auch eine Gefahr für die Demokratie. Die deutsche Geschichte gibt dafür ein Beispiel. Meist ist keine staatliche Institution verantwortlich, dieses Ziel zu erreichen. Da der Staat mit vielen Aufgaben belastet ist und zudem die Haushalte konsolidiert werden sollen, müssten, ähnlich wie in den USA, die Zentralbanken diese Aufgabe mit übernehmen. Ein zweites Ziel ist es, Preisstabilität zu sichern und in der globalen Welt einen Leistungsaustausch frei von Hindernissen zu gewährleisten. Das bedingt auch, dass für handelsneutrale Wechselkursentwicklungen gesorgt wird.
Da der Gegensatz zwischen der global handelnden Wirtschaft und der weitgehend national ausgerichteten Wirtschaftspolitik nur in einem langen Prozess zu überwinden ist, werden in allen Erdteilen Integrationsräume errichtet. Die Freihandelszonen, Zollunionen sowie Wirtschafts- und Währungsunionen sind ein Übergang zu globalen Regelungen.
A. Konsequenzen der Globalisierung
Viele nationale Märkte und ein globaler Markt – Globalisierung erfordert grenzüberschreitende wirtschaftspolitische Kooperation – Drei globale wirtschaftspolitische Ziele – Arbeitslosigkeit und Preissteigerungen gefährden auch eine Demokratie – Menschen von Arbeitslosigkeit stärker betroffen als von Preissteigerungen – Globalisierung verlangt, Hindernisse des Wirtschaftsaustauschs zu beseitigen
B. Das Ziel Vollbeschäftigung
Vollbeschäftigung nicht definiert und ohne klares Konzept – Vollbeschäftigungsziel und Vollbeschäftigungsstrategie – Kaum Vollbeschäftigungspolitik durch nationale Finanzministerien – Die Möglichkeit, Vollbeschäftigungspolitik durch Zentralbanken durchzuführen
C. Das Ziel Preis(niveau)stabilität
Ziel und Konzept – Das Instrumentarium zur Realisierung der Ziele
D. Freier globaler Leistungsaustausch
Hindernisse des freien Leistungsaustauschs – Wechselkurse, ein wichtiges monetäres Ziel der Zentralbanken in der globalen Welt – Einflüsse auf die Wechselkurse – Das wichtigste Ziel ist Handelsneutralität – Das zweitwichtige Ziel: Kapitalverkehrsneutralität – Regionale Integrationsräume, ein Weg zu globalen Lösungen
Zum Schluss
Sachregister
Claus Köhler war im Kreditgeschäft tätig. Er war Mitglied des Vorstandes einer deutschen Finanzierungsgesellschaft und in Personalunion Mitglied des Verwaltungsrats einer Schweizer Finanzholding. Nach seiner Habilitation übernahm er einen Lehrstuhl für Volkwirtschaftslehre an der Universität Hannover und war Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Es folgte eine Tätigkeit als Mitglied des Direktoriums und des Zentralbankrats der Deutschen Bundesbank. Danach war er Vorsitzender des Finanzausschusses im Verwaltungsrat der Treuhandanstalt und der Bundesanstalt für Vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. Schließlich war er Mitglied eines Board of Directors zweier Investmentfonds in New York sowie Mitglied eines Advisory Panels der Zentralbank des Sultanats Oman.
- By (author) Claus Köhler
»Köhlers gesamten Text durchziehende Klarheit und Genauigkeit, die seine Arbeit genauso wertvoll für geschulte Volkswirte wie für in diesem Fach nicht geschulte Leser machen. Und man wünscht sie sich aus diesem Grund in der Hand eines jeden Wirtschaftspolitikers und Wirtschaftsjournalisten.« Thorsten Hild, in: Wirtschaft und Gesellschaft, 09/2013
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