Schrift als Stigma

Hebraische und hebraisierende Inschriften auf Gemalden der Spatgotik

by Margaretha Boockmann

Book cover: Schrift als Stigma

Extent: 712 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: Art & Art History, Jewish Studies

Series: Schriften der Hochschule fur Judische Studien Heidelberg

Series volume number: 16

Language: German

Hardback (Out of print)

(July 2013)

ISBN: 9783825360375

6.5 x 9.65 inches

Price: $94.00

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Auf zahlreichen spatgotischen Altargemalden erscheinen hebraische Schriftzeichen, sowie Zeichen, die der hebraischen Schrift nahekommen. Sie finden sich innerhalb der dargestellten Szenen auf Gegenstanden wie Gefassen, Schilden und Fahnen, auf Schrifttafeln, sowie auch auf Gewandern, dort zumeist als Borten an Saumen und Ausschnitten. Diese Inschriften bezeugen einerseits das steigende Interesse an Lesen und Schreiben – und zwar nicht nur der lateinischen Schrift – in der Zeit der Spatgotik, auf der anderen Seite sind sie Ausdruck des Verhaltnisses, das die Auftraggeber, Maler und Betrachter der Altartafeln zum Hebraischen und zu den Juden ihrer Zeit hatten. Die Untersuchung von mehr als 500 Zeugnissen zeigt, dass die Inschriften zu ihrem grosseren Teil nicht sinnvoll lesbar sind und ihr Erscheinen im Bild nicht aus ihrer inhaltlichen Bedeutung erklart werden kann. Ihre primare Funktion erwachst nicht aus der tatsachlichen Bedeutung der Schriftzeichen, vielmehr kennzeichnen sie eine Szene als im judischen Umfeld stattfindend, oder eine einzelne Figur als judisch. In diesem Fall ist das Kennzeichen zumeist negativ konnotiert und wird zum Stigma. Ein umfangreicher Tafelteil dokumentiert die behandelten Gemalde und Inschriften.

  • By (author) Margaretha Boockmann