Ein Heiratsnetzwerk der Aufklärung.

Briefwechsel der Großen Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt mit Friedrich II. und Amalie von Preußen. Aus dem Französischen übersetzt von Günter Berger.

Edited by Günter Berger Translated by Günter Berger

Book cover: Ein Heiratsnetzwerk der Aufklärung.

Extent: 159 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Anthropology, Social Sciences 

Language: German

Paperback (Published)

(July 2015)

ISBN: 9783428146758

5.31 x 8.27 inches

Price: $38.00

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Briefwechsel zwischen Fürstinnen und Fürsten in der
Aufklärung, auch und gerade solche privaten Charakters, dienen niemals nur dem
Austausch persönlicher Informationen, Meinungen oder Stimmungen. Gerade das von
Caroline von Hessen-Darmstadt mit der preußischen Prinzessin Amalie und deren Bruder
Friedrich II. geknüpfte Briefnetzwerk erhellt den strategischen Charakter eines
solchen Korrespondenznetzes, das dem wichtigsten Interesse der hessischen Landgräfin
dient: ihre Töchter auf möglichst hohe Throne zu hieven.


Zur rechten Zeit am richtigen Ort: Mit viel Esprit,
Charme und Ehrgeiz versteht es Caroline von Hessen-Darmstadt, Landgräfin eines
verschuldeten Fürstentums, während eines Aufenthaltes in Preußen Kontakte zu Amalie
von Preußen herzustellen. Diese Kontakte, einen Eheskandal in Berlin und günstige
politische Konstellationen zwischen Preußen und Russland nutzt sie in intensivem
Briefaustausch mit der preußischen Prinzessin und deren Bruder Friedrich II., um zwei
Töchter, die eine auf dem preußischen Königsthron, die andere als Gattin des
russischen Thronfolgers, zu etablieren.

In den 60 ausgewählten Briefen, alle in elegantem Französisch abgefasst und hier nach
den Originalen teils neu, teils erstmals übersetzt, gewähren Caroline, Amalie und
Friedrich offen, oft auch schonungslos, Einblicke in Kultur, Hofleben und die Praxis
höfischer Heiratsvermittlung in der Aufklärung.

Einleitung

Briefe

Bibliographie

Personenregister

  • Edited by Günter Berger
  • Translated by Günter Berger

»Nicht nur wegen Amalies Bissigkeit, sondern auch
wegen der allen Korrespondenzpartnern eigenen Stilistik und dem Quellenwert der
einzelnen Schreiben ist die hier zu besprechende Veröffentlichung ein lesenswertes
und empfehlenswertes Werk.« Thorsten Huthwelker, in: Zeitschrift der Geschichte des
Oberrheins, Band 164/2016

»Die vorliegende Edition bietet alles in allem spannende und gut zugängliche Lektüre
für einen breiteren Leserkreis und einen ersten Einstieg für Forscherinnen und
Forscher.« Philip Haas, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands,
Band 62/2016