Wie es zum Trojanischen Krieg kam

edited by Internationale Winckelmann-Gesellschaft Stendal

Book cover: Wie es zum Trojanischen Krieg kam

Extent: 60 pages

Publisher: Harrassowitz Verlag

Subjects: Art & Art History

Series: Kataloge des Winckelmann-Museums

Series volume number: 21

Language: German

Paperback (Out of print)

(July 2015)

ISBN: 9783447104203

Price: $30.00

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Im Nachlass von Roland Hampe (1908 -1981) befanden sich diese Kapitel in verschiedenen Schreibmaschinen-Abzugen, mit Zusatzen in Handschrift. Eine der Fassungen wurde von mir herausgegeben in R. Hampe “Antikes und modernes Griechenland”. Kulturgeschichte der antiken Welt. Band 22 (Philipp von Zabern Mainz 1984). Daraus geht hervor dass es sich um Probekapitel fur eine geplante Erzahlung der griechischen Heldensage handelt. Die Verwendung fruher bildlicher Quellen beim Erzahlen griechischer Mythen war damals etwas Neues. Im Jahrhundert zuvor hatte Gustav Schwab fur sein beruhmtes dreibandiges Werk “Die schonsten Sagen des Klassischen Altertums” (1838/40) nicht aus jenen Quellen geschopft. Das Fach Klassische Archaologie war an den Universitaten noch nicht geboren. Die antiken Tongefasse, auf denen die meisten Sagenbilder uberliefert sind, konnten zu Schwabes Zeit weder lokalisiert noch datiert werden. Hampe war durch die Arbeit an seiner Dissertation ber fruhe griechische Sagenbilder tief in den antiken Mythos eingedrungen. In dem uns verlorenen Epos KYPRIA ging es um die Vorgeschichte und die Anfangsjahre des langen trojanischen Krieges. Der Plan des jungen Archaologen, den griechischen Mythos neu zu erzahlen, fiel dem damaligen politischen Geschehen zum Opfer. Im Herbst 1939 musste Hampe als Soldat in den Krieg. Er verlor dadurch kostbare Jahre seines wissenschaftlichen Lebens. Nach seiner Ruckkehr erhielt er 1946 einen Ruf an die Universitat Kiel. Es handelte sich um die Wiederholung eines fruheren Rufes, den der nationalsozialistische Staat, weil Hampe kein Parteimitglied war, verhindert hatte.

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