Verwaltete Verwandtschaft

Eheverbote, kirchliche und staatliche Dispenspraxis im 18. und 19. Jahrhundert

By (author) Margareth Lanzinger

Book cover: Verwaltete Verwandtschaft

Extent: 405 pages

Publisher: Böhlau Verlag Wien

Subjects: Religious Studies, Social Sciences , Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(July 2015)

ISBN: 9783205787525

6.1 x 9.25 inches

Price: $99.00

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Verwandtschaft strukturiert soziale Beziehungen. Besonders markant im ausgehenden 18. Jahrhundert war der beobachtbare Anstieg von Heiraten in nahen Verwandtschaftsgraden: zwischen Cousin und Cousine, Schwager und Schwagerin. Solchen Verbindungen standen nach kanonischem Recht jedoch Eheverbote entgegen, zu deren Aufhebung es einer papstlichen Dispens bedurfte. Zudem griff der Staat nun in diese bis dahin kirchliche Domane ein. Auf die wechselnden Dispenspolitiken reagierten Behorden, bischofliche Konsistorien und Brautpaare auf vielfaltige Weise. Die Studie untersucht die Dispenspraxis in den vier Diozesen Brixen, Chur, Salzburg und Trient. Sie verknupft die aufwandigen kirchlichen und staatlichen Verfahrenswege mit Logiken der hauslichen Organisation.

Margareth Lanzinger ist Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 16. bis 19. Jahrhunderts an der Universität Wien und forscht in historischer Anthropologie, Mikrogeschichte und Geschlechtergeschichte insbesondere zu Verwandtschaft, Besitz, transalpinem Transport und sozialer Ungleichheit.

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