Tod in der Stadt
Religion, Alltag und Festkultur in Krakau 1869–1914
By (author) Kathrin Krogner-Kornalik
Hardback (Published)
(May 2015)
ISBN: 9783525310267
6.3 x 9.33 inches
Price: $119.00
In stock
Wandel der Totenkultur in Krakau im 19. Jahrhundert
English summary: This study takes an all-faith look at the relationship between the religious and secular processes in the commemoration of the dead, using the example of Krakow. The 19th century marks a major turning point in the way society dealt with death. On the one hand, deaths in the broad population disappeared from the public sphere, whereas on the other hand the commemoration of the death of national heroes took on a much greater meaning. The dynamics of these changes in light of religious and political institutions has received little research attention. This study looks at the example of Krakow and takes an all-faith perspective. The central aspects examined are the changes in the burial culture, the rationalization and professionalization when dealing with death, and the role of the various religious communities in these processes. German description: Das 19. Jahrhundert bedeutete in vielfacher Hinsicht einen Wendepunkt im Umgang mit dem Tod. Auf der einen Seite veranderte sich der alltagliche Umgang mit dem Tod durch Prozesse wie Friedhofsverlegungen, die Professionalisierung des Umgangs mit Toten und die Medikalisierung radikal. Auf der anderen Seite gewann auch der politische Totenkult eine neue Qualitat. Zuvor hatte er sich er sich auf Herrscherdynastien beschrankt, nun entstanden neue nationale Pantheone fur Volkshelden, die ihr individuelles Verdienst auszeichnete. Die Verdrangung des Todes der Vielen aus dem offentlichen Raum fand daher gleichzeitig mit der Aufwertung des Todes der Wenigen im offentlichen Raum statt. Beiden Prozessen ist gemeinsam, dass neue Dynamiken zwischen religiosen und politischen Institutionen eine wichtige Rolle spielten. Diese Dynamiken sind bisher kaum untersucht worden. Hier setzt die Studie von Katrin Linnemann an, welche die Aushandlungsprozesse zwischen sakularen und religiosen Anspruchen am Beispiel der Stadt Krakau analysiert. Sie beschreibt, wie Religionsgemeinschaften auf den Wandel in der Begrabniskultur reagiert, respektive ihn mitgepragt haben. Zudem wird die Frage erortert, wo und wie sich der Umgang mit dem Tod sakularisierte und wo sich im Gegenteil religiose Deutungsmuster erhalten haben. Die transkonfessionelle, Krakaus Katholiken und Juden umfassende Perspektive, die die Autorin dabei einnimmt, zeichnet die Studie besonders aus.
- By (author) Kathrin Krogner-Kornalik
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