‚Seine Sprache war fremd, niemand verstand seine Rede.‘

Indirekte Sprachzeugnisse im Alten Orient

By (author) Michael P. Streck

Book cover: ‚Seine Sprache war fremd, niemand verstand seine Rede.‘

Extent: 29 pages

Publisher: S. Hirzel Verlag

Subjects: Islamic & Middle Eastern Studies

Language: German

Paperback (Published)

(July 2024)

ISBN: 9783777635446

5.83 x 8.27 inches

Price: $17.00

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Das biblische Buch Genesis verband die Sprachenvielfalt mit dem frevelhaften Turmbau in der Stadt Babylon im Zweistromland. Diese Erzahlung erinnert an die Mehrsprachigkeit, die zu allen Zeiten im antiken Mesopotamien herrschte: Babylonisch, Assyrisch, Sumerisch, Aramaisch, Hurritisch, Elamisch, Hethitisch, Phonizisch und manche weiteren Sprachen wurden dort gesprochen und geschrieben. Die altorientalischen Texte sind direkte Zeugnisse jener Sprachen, deren Grammatik und Lexikon aus ihnen mehr oder weniger wieder gewonnen werden kann; doch es gibt auch indirekte Zeugnisse, namlich Erwahnungen dieser Sprachen in eben diesen Texten. Die Abhandlung bespricht wichtige Kontexte, in denen Sprachen in den Keilschrifttexten genannt werden: die Entstehung der Sprachen in mesopotamischer Vorstellung, Sprachbeherrschung als Zeichen des gebildeten Herrschers, Sprachbeherrschung als Ausdruck von Schreiberbildung, Dolmetschen und die Unubersetzbarkeit fremder Sprachen, Mehrsprachigkeit im Imperium sowie Sprache als ethnisches Charakteristikum.

  • By (author) Michael P. Streck