Queerness in der Kunst der Frühen Neuzeit?

Contributions by Peter Bell Contributions by Kerstin Brandes Contributions by Meinrad von Engelberg Contributions by Doris Guth Contributions by Lisa Hecht Contributions by Marianne Koos Contributions by Margit Kopp Contributions by Justus Lange Contributions by Cornelia Logemann Contributions by Barbara Paul Contributions by Martin Pozsgai Contributions by Elisabeth Priedl Contributions by Maurice Saß Contributions by Änne Söll Contributions by Hendrik Ziegler Contributions by Catarina Zimmermann-Homeyer Contributions by Ekaterini Kepetzis Edited by Lisa Hecht Edited by Hendrik Ziegler

Book cover: Queerness in der Kunst der Frühen Neuzeit?

Extent: 320 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Art & Art History, Early Modern & Renaissance Studies, Gender & Sexuality

Language: German

Hardback (Published)

(March 2023)

ISBN: 9783412527662

6.89 x 9.65 inches

Price: $82.00

In stock

Kunst eroffnet von jeher einen Moglichkeitsraum, in dem sich Ambiguitaten und Fluiditaten entfalten konnen – durchaus unabhangig von tatsachlichen soziopolitischen Gegebenheiten. Doch geben Kunstwerke immer auch Hinweise auf die komplexen zeitspezifischen Vorstellungen von Geschlechtlichkeit. Die hier prasentierten Positionen und Analysen versuchen diesen Pendelschlag zwischen asthetischer Autonomie und sozialgeschichtlichem Aussagegehalt fruchtbar zu machen, um ein anderes Bild der Vormoderne zu zeichnen: Offenbar war die Kunst der Fruhen Neuzeit nicht nur von ungleichheitsgenerierenden Normsetzungen und von ausschliesslich binaren und hierarchischen Geschlechtsvorstellungen gepragt.


Sind die lasziven Junglinge der Renaissance-Kunst Ausdruck einer schwulen* Subkultur? Sind bartige Frauen an europaischen Hofen widerstandige Figuren, die sich gegen Genderbinarismen auflehnen? Ist das Spiel mit Maskeraden und Moden ein Beleg fur ein fluides Geschlechterverstandnis? Konnen fantasievolle Formenerfindungen in Architektur und Ornament Zeugnisse queerer Asthetiken in der Vormoderne sein? Die Autor*innen des Tagungsbandes stellen sich diesen und vielen weiteren Fragen, um zu erortern, inwiefern ‘Queerness’ ein produktiver Beobachtungsbegriff fur die Kunstgeschichte der Fruhen Neuzeit sein kann. Kunst eroffnet von jeher einen Moglichkeitsraum, in dem sich Ambiguitaten und Fluiditaten entfalten konnen – durchaus unabhangig von tatsachlichen soziopolitischen Gegebenheiten. Doch geben Kunstwerke immer auch Hinweise auf die komplexen zeitspezifischen Vorstellungen von Geschlechtlichkeit. Die hier prasentierten Positionen und Analysen versuchen diesen Pendelschlag zwischen asthetischer Autonomie und sozialgeschichtlichem Aussagegehalt fruchtbar zu machen, um ein anderes Bild der Vormoderne zu zeichnen: Offenbar war die Kunst der Fruhen Neuzeit nicht nur von ungleichheitsgenerierenden Normsetzungen und von ausschliesslich binaren und hierarchischen Geschlechtsvorstellungen gepragt.

  • Contributions by Peter Bell
  • Contributions by Kerstin Brandes
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