Peregrinatio Hungarica
Studenten aus Ungarn an deutschen und österreichischen Hochschulen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
Edited by Márta Fata Edited by Gyula Kurucz Edited by Anton Schindling Assisted by Manfred Lutz Assisted by Ingomar Senz
Hardback (Published)
(August 2006)
ISBN: 9783515089081
6.69 x 9.49 inches
Price: $147.00
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Die peregrinatio academica, die Migration von Studenten aus der hochschularmen ostlichen Halfte Europas, stellte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert eine grundlegende Form der akademischen Ausbildung dar. Dies trifft besonders fur das territorial und konfessionell geteilte Konigreich Ungarn zu, wo die fruheste dauerhafte Grundung einer Universitat erst im Jahre 1635 durch den Jesuitenorden erfolgte. Das ungarische Bildungssystem war so Jahrhunderte lang auf die europaischen Institutionen angewiesen. Die Universitaten und Hohen Schulen im Heiligen Romischen Reich deutscher Nation gehorten seit der Ausbreitung der Reformation zu den Bildungseinrichtungen, die von den Studenten aus Ungarn am meisten frequentiert wurden. Dabei bewegten sich Katholiken, Lutheraner und Calvinisten zunachst vorzugsweise im Raum ihres Bekenntnisses. Spater strahlte dann die Anziehungskraft von Reformuniversitaten wie Gottingen und Berlin aus. Die geistige Entwicklung im multiethnischen und multikonfessionellen Ungarn partizipierte auf diese Weise in sehr hohem Masse an der deutschen Kultur und Wissenschaft. Aus dem Inhalt: Klaus von Trotha: Grenzenlos studieren. Auf dem Weg zum europaischen Hochschulraum Marta Fata / Anton Schindling: Peregrinatio Hungarica. Studenten aus Ungarn an deutschen und osterreichischen Hochschulen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert Fruhe Neuzeit: Anton Schindling: Bildungsinstitutionen im Heiligen Romischen Reich deutscher Nation als Ziele der studentischen Migration. Wanderungen im Zeichen von Konfessionen und geistigen Stromungen Andras Szabo: Die Universitat Wittenberg als zentraler Studienort im 16. Jahrhundert Janos Heltai: Die Heidelberger Peregrination calvinistischer Studenten aus Ungarn und Siebenburgen 1597-1621. Ihr Verlauf im Spiegel der Zahlen und ihre Auswirkung Iulia Capros: Kaschauer Studenten an deutschen Universitaten vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zur Grundung der Jesuitenakademie zu Kaschau im Jahr 1657 Wolfgang Mahrle: Eingangstor ins Reich? Studenten aus Ungarn und Siebenburgen an der Nurnberger Hochschule in Altdorf (1582-1799) Istvan Bitskey: Studenten aus den Landern der Stephanskrone an katholischen Universitaten des Heiligen Romischen Reiches deutscher Nation im 17. Jahrhundert Matthias Asche: Studenten aus Ungarn und Siebenbugen an katholischen Universitaten des Heiligen Romischen Reiches deutscher Nation im 18. Jahrhundert Detlef Doring: Die Bedeutung Leipzigs fur Studenten aus dem Konigreich Ungarn im Rahmen der mitteldeutschen Universitatslandschaft im Zeitalter der Aufklarung Katalin Gonczi: Juristischer Wissenstransfer von der Gottinger Universitat in das Konigreich Ungarn im spaten 18. Jahrhundert Ulrich Rasche: Von Fichte zu Metternich. Die Universitat Jena und ihre ungarlandischen Studenten um 1800 Orte der Begegnung: Marta Fata: Studenten aus Ungarn und Siebenburgen an der Universitat Tubingen. Eine 500 Jahre lange Beziehungs- und Wirkungsgeschichte Istvan Fazekas: Ein ungarisches Priesterseminar am Rande des deutschen Sprachgebietes. Drei Jahrhunderte Wiener Pazmaneum 1623-1918 (1953) Robert Offner: Deutsche Universitaten als Ausbildungsstatten siebenburgischer Mediziner von den Anfangen bis zum Jahr 1850 Dirk Alvermann: Stipendien als strukturelle Elemente des Migrationsnetzes. Das Beispiel Greifswald 19. und 20. Jahrhundert: Laszlo Szogi: Studenten aus Ungarn und Siebenburgen an den deutschen Universitaten 1789-1919 Daniela Siebe: Studierende aus Ungarn an den Universitaten Berlin und Heidelberg zwischen 1870 und 1932/33 Horst Fassel: Hugo Meltzl von Lomnitz (1846-1908). Der erste Ordinarius fur Germanistik in Klausenburg und seine Beziehungen zu den Universitaten Heidelberg und Leipzig Brigitta Eszter Gantner: Judische Studenten aus dem Konigreich Ungarn an der Friedrich-Wilhelms-Universitat in Berlin um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert Matthias Stickler: Die Selbstorganisation der Studenten aus dem Konigreich Ungarn an deutschen und osterreichischen Hochschulen zwischen 1871 und 1918 Karl Otmar Freiherr von Aretin: Das Institut fur Europaische Geschichte in Mainz und die ungarische Geschichtswissenschaft Brigitte Veit: Studentische Migration von West nach Ost? Die Andrassy Gyula Deutschsprachige Universitat Budapest Anhang: Abbildungsverzeichnis – Verzeichnis der Autoren und Herausgeber – Ortsregister – Personenregister
Márta Fata ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde und außerplanmäßige Professorin am Seminar für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind historische Migrationsforschung, ethnische Minderheiten und die Geschichte Ungarns in der Neuzeit.
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- Assisted by Manfred Lutz
- Assisted by Ingomar Senz
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