Paradoxe Moderne

Jüdische Alternativen zum Fin de Siècle

By (author) Yuri Slezkine Foreword by Dan Diner Translated by Bettina Engels Translated by Michael Adrian

Book cover: Paradoxe Moderne

Extent: 127 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Toldot

Language: English, German

Paperback (Out of print)

(September 2005)

ISBN: 9783525350911

4.84 x 8.07 inches

Price: $22.00

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Ein provokanter Essay über das paradoxe Verhältnis der Juden zur Moderne.


English summary: Yuri Slezkine steht mit diesem Essay in einer Reihe von Interpretationen, die den Zusammenhang von gesellschaftlicher Minderheit und sozialem Erfolg im spaten 19. und fruhen 20. Jahrhundert zum Gegenstand ihrer Analyse gemacht haben. Die Faszination, die von seinem glanzend geschriebenen Essay ausgeht, liegt darin, dass er die vornehmlich ethnisch eingeschliffene Argumentation durch Universalisierungen auflost und aufzeigt, wie als judisch erachtete Sekundartugenden der Moderne sich verallgemeinern und so auf ihren historischen Begriff gebracht werden. Mit seiner These von der merkurischen Moderne, einer Welt, in der schliealich alle judisch geworden sind, zeigt Slezkine, wie sich im europaischen Fin de Siecle sozialer Habitus in ethnische Differenz rationalisierte. An literarischen Beispielen – Kafka, Proust, Joyce – zeichnet er die judischen und nichtjudischen Varianten einer Tendenz nach, die sich im Falle der Juden in drei Richtungen entwickelte: In Richtung des Kommunismus, des Zionismus und des pluralistischen, multiethnischen Liberalismus Amerikas. Slezkines Essay ist ein kontroverser Beitrag zum noch unausgeschopften Potential judischer Geschichtserfahrung. German description: Yuri Slezkine steht mit diesem Essay in einer Reihe von Interpretationen, die den Zusammenhang von gesellschaftlicher Minderheit und sozialem Erfolg im spaten 19. und fruhen 20. Jahrhundert zum Gegenstand ihrer Analyse gemacht haben. Die Faszination, die von seinem glanzend geschriebenen Essay ausgeht, liegt darin, dass er die vornehmlich ethnisch eingeschliffene Argumentation durch Universalisierungen auflost und aufzeigt, wie als judisch erachtete Sekundartugenden der Moderne sich verallgemeinern und so auf ihren historischen Begriff gebracht werden. Mit seiner These von der merkurischen Moderne, einer Welt, in der schliealich alle judisch geworden sind, zeigt Slezkine, wie sich im europaischen Fin de Siecle sozialer Habitus in ethnische Differenz rationalisierte. An literarischen Beispielen – Kafka, Proust, Joyce – zeichnet er die judischen und nichtjudischen Varianten einer Tendenz nach, die sich im Falle der Juden in drei Richtungen entwickelte: In Richtung des Kommunismus, des Zionismus und des pluralistischen, multiethnischen Liberalismus Amerikas. Slezkines Essay ist ein kontroverser Beitrag zum noch unausgeschopften Potential judischer Geschichtserfahrung.

Yuri Slezkine ist Professor für Russische Geschichte an der University of Berkeley, California.

  • By (author) Yuri Slezkine
  • Foreword by Dan Diner
  • Translated by Bettina Engels
  • Translated by Michael Adrian