Nation, Identität und Antisemitismus

Der deutschsprachige Raum der Donaumonarchie 1866 bis 1914

By (author) Lisa Kienzl

Book cover: Nation, Identität und Antisemitismus

Extent: 235 pages

Publisher: V&R unipress

Subjects: Social Sciences , Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: German

Hardback (Published)

(July 2014)

ISBN: 9783847102915

6.34 x 9.25 inches

Price: $74.00

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Das Ausscheiden aus dem Deutschen Bund 1866 und der Ausgleich mit Ungarn 1867 waren fur die deutschsprachige Bevolkerung der Habsburgermonarchie zentrale Ausgangspunkte fur die Herausbildung unterschiedlicher nationaler Identitatskonstruktionen. Welche Rolle spielten antisemitischer Diskurse innerhalb dieser nationalen Identitatskonstruktionen? Die Autorin geht dieser Frage nach, indem sie unterschiedliche private und offentliche Quellen untersucht, darunter drei Tageszeitungen des deutschsprachigen Raumes der Donaumonarchie, die sie diskursanalytisch aufarbeitet und in Beziehung setzt.


English summary: During the 19th century parts of the German-speaking population in the Austro-Hungarian Empire saw themselves as part of a German cultural space. During the 1880s conservative parts of the society combined national and anti-Semitic language in the daily press to distances themselves from political liberalism and to form a national identity discourse. But it was only after the development of the Christian-social political mass-movement that the conncetion of national and anti-Semitic concepts in the daily press formed a national identity discourse on a broader societal level. Until 1914 the support of monarchy and dynasty as well as the use of unambiguously national vocabulary strengthened an Austrian national idea. German description: Das Ausscheiden aus dem Deutschen Bund 1866 und der Ausgleich mit Ungarn 1867 waren fur die deutschsprachige Bevolkerung der Habsburgermonarchie zentrale Ausgangspunkte fur die Herausbildung unterschiedlicher nationaler Identitatskonstruktionen. Dabei ist festzuhalten, dass die Verwendung von Antisemitismus als Agitationsmittel sowie als politische Widerstandsbewegung vornehmlich gegen den politischen Liberalismus wirkte und in den 1880er Jahren nationale Forderungen aufgriff. Erst mit der Entstehung der christlich-sozialen Partei wurden nationale und antisemitische Begriffe in der Tagespresse zu nationalen Identitatsdiskursen verbunden. Die Betonung der Unterstutzung von Monarchie und Dynastie sowie die Verwendung eindeutig nationalen Vokabulars zeigen sich bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges.

Dr. Lisa Kienzl ist als Lektorin am Institut fur Religionswissenschaft an der KFU Graz tatig.

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