Nach-Wende-Narrationen
Das wiedervereinigte Deutschland im Spiegel von Literatur und Film
Edited by Gerhard Jens Lüdeker Edited by Dominik Orth Series edited by Carsten Gansel Series edited by Hermann Korte
Hardback (Published)
(October 2010)
ISBN: 9783899716559
6.46 x 9.69 inches
Price: $82.00
On back order
Literarische und filmische Reflexion des wiedervereinigten Deutschlands: Nach-Wende-Narrationen zwischen Archiv, Erinnerung und Identitatsstiftung.
English summary: What are the themes of the post-revolutionary era and how are they staged in literature and cinema? This volume provides an academic analysis and interpretation from literature and film of the narrative development of historical processes using the post-revolutionary period of reunified Germany as an example. Post-reunification narratives are understood to direct their focus on the period after reunification and do not narratively reflect on the period before the fall of the Berlin Wall. Post-reunification narratives are to be understood as documents of history and look forward to future events. They document the fraction of identities, both personal and collectively, that changed during reunification from a clearly defined Yesterday to an elusive Today. Although these stories attempt to provide positive imagery around the fall of the wall and on reunification, they actually show mostly an experience of loss, which sees its starting point during this historic event and remains far from over. German text. German description: Was sind die Themen der Nach-Wende-Zeit und wie werden diese literarisch und filmisch inszeniert? Dieser Band leistet aus literatur- und aus filmwissenschaftlicher Perspektive einen Beitrag zur Analyse und Interpretation der narrativen Verarbeitung historischer Prozesse am Beispiel der Nach-Wende-Zeit des wiedervereinigten Deutschlands. Unter Nach-Wende-Narrationen werden Erzahlungen verstanden, die den Fokus auf die Zeit nach der Wende richten, die also nicht primar die Zeit vor der Wende oder den Mauerfall narrativ reflektieren. Nach-Wende-Narrationen sind als Dokumente der Erinnerung und der Gegenwartswahrnehmung zu verstehen. Sie dokumentieren gleichzeitig den Bruch von Identitaten, sowohl personal wie kollektiv, die durch die Wende aus einem klar definierten Gestern in ein schwer bestimmbares Heute gewechselt sind. Wenngleich in diesen Erzahlungen versucht wird, Mauerfall und Wiedervereinigung mit einer kollektiven, positiven Symbolik zu versehen, zeigen sie mehrheitlich eine Verlusterfahrung, die von diesem historischen Punkt ihren Ausgang nimmt und die noch langst nicht uberwunden ist.
Gerhard Jens Lüdeker ist Mitarbeiter am Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien der Universität Bremen.
- Edited by Gerhard Jens Lüdeker
- Edited by Dominik Orth
- Series edited by Carsten Gansel
- Series edited by Hermann Korte
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