Lukians Schrift “Das traurige Los der Gelehrten”

Einführung und Kommentar zu "De Mercede Conductis Potentium Familiaribus", lib. 36

By (author) Markus Hafner

Book cover: Lukians Schrift “Das traurige Los der Gelehrten”

Extent: 411 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies, Literary Studies

Series: Hermes - Einzelschriften

Language: German

Paperback (Published)

(June 2017)

ISBN: 9783515118026

6.69 x 9.49 inches

Price: $107.00

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In “Das traurige Los der Gelehrten”, wie Christoph Martin Wieland die Schrift De Mercede Conductis frei ubersetzte, behandelt Lukian von Samosata (2. Jh. n. Chr.) die ebenso hierarchische wie plurale romische Gesellschaft der Kaiserzeit mit ihrem Patronage- und Klientelwesen sowie ihren konkurrierenden Identitatskonstruktionen. Sein Spott gilt zum einen dem Protagonisten, einem tolpelhaft agierenden Philosophen, der eine bezahlte Stelle als Lehrer bei einem reichen Aristokraten anstrebt und hierfur seine Freiheit aufs Spiel setzt; zum anderen den Mitgliedern der romischen Oberschicht, die sich lediglich zum Schein mit griechischer Bildung schmucken. In Markus Hafners Untersuchung dieser bislang kaum beachteten Schrift erweist sich der “self-made Greek” Lukian als meisterhafter Kenner griechischer Literatur und Sprache. Die Studie bietet neben einer Einfuhrung und einer adaquaten Ubersetzung erstmals einen umfassenden philologischen Kommentar, der auf ein vertieftes Textverstandnis abzielt. Daruber hinaus verortet Hafner die vielschichtige Gelehrtenschrift in aktuellen Diskursen und Problemstellungen der Zweiten Sophistik sowie allgemein der kaiserzeitlichen Gesellschaft und Kultur.

Markus Hafner studierte Klassische Philologie, Erziehungswissenschaft, Philosophie und Neogräzistik in München und Athen. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent in München wurde er dort 2016 promoviert. Er forscht u.a. zur Autor-Stimme in der frühgriechischen und klassischen Literatur. Derzeit vertritt er den Lehrstuhl für Gräzistik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

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