La Grotte d’Ifri n’Ammar

Tome 2. Le Paléolithique Moyen

By (author) Mustapha Nami By (author) Johannes Moser

Book cover: La Grotte d’Ifri n’Ammar

Hardback (Published)

(May 2010)

ISBN: 9783895006845

7.48 x 11.42 inches

Price: $147.00

In stock

Under a German-Moroccan cooperation, research into the early settlement history of eastern Morocco is taking place. One focus of this project is the archaeological excavations in the Ifri n’Ammar cave. The interaction of different disciplines in the processing of the extensive finds from the Ifri n’Ammar revealed many new and important insights into North African cultural sequences and environmental conditions in the time frame of 200,000 – 30,000 years ago. Cultural carrier of the Middle Palaeolithic Aterian is the anatomically modern human of African origin, who distinguishes himself in the Ifri n’Ammar through early and symbolic creations of art and jewelry. French text.


Die Forschungen in der altsteinzeitlichen Hohlenstation “Ifri n’Ammar” stellen seit 1997 ein Schwerpunktprojekt innerhalb des deutsch-marokkanischen Kooperationsprogrammes “Prehistoire et Protohistoire au Rif Oriental Marocain” dar. Dieses wird in Zusammenarbeit der “Kommission fur Archaologie Aussereuropaischer Kulturen des Deutschen Archaologischen Instituts” (KAAK / DAI, Bonn) und des “Institut National des Sciences de L’Archeologie et du Patrimoine” (INSAP, Rabat) durchgefuhrt. Der jetzt vorliegende Band “La Grotte d’Ifri n’Ammar – Le Paleolithique Moyen” ist in seinem Hauptteil der Untersuchung und chronologischen Einordnung der Steingeratetypen aus den unteren Schichtabfolgen der Ifri n’Ammar-Hohle gewidmet. Im nordafrikanischen Maghreb ist bis heute lithisches Material der mittleren Altsteinzeit noch immer stark mit den Kulturbezeichnungen Mousterien und Aterien behaftet. Eine typologische Verbindung dieses regionalen Mittelpalaolithikums zum europaischen Technokomplex des Mousterien wurde schon fruh mit den ersten Entdeckungen entsprechender nordafrikanischer Steingeratinventare in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts hergestellt. Zunehmend werden in jungerer Zeit in der Forschung Stimmen laut, die eine Belegung des nordafrikanischen Mittelpalaolithikums mit dem eurozentrischen Terminus “Mousterien” kritisieren. In der Ifri n’Ammar gelingt es durch die Anwendung einer fortschrittlichen Ausgrabungstechnik und dank entwickelter Datierungsmethoden, die Sequenzen des Mittelpalaolithikums besser zu strukturieren und dessen Anfange zu erfassen. Fur die Ifri n’Ammar kann so der zeitliche Rahmen dieses Geschehens mittels Thermolumineszenz-Datierung mit verlasslichen Eckdaten von 171.000 bis 83.000 Jahren vor heute angegeben werden.Diskutiert wird in diesem Band auch die raumliche Verbreitung des Aterien, dessen Kernzone in den Maghrebstaaten Marokko, Tunesien und Algerien zu suchen ist. Beachtung wird auch vergleichbaren Artefaktinventaren ausserhalb dieses Raumes geschenkt. Starker ins Rampenlicht geruckt werden auch die aus den Aterien-Schichten der Ifri n’Ammar geborgenen durchbohrten Gehause mariner Schnecken, welche angesichts der neuen Datierungen zu den altesten Schmuckausserungen der Menschheitsgeschichte zahlen. Sie sind somit auch ein Beleg fur die Ankunft des anatomisch modernen Menschen in Nordafrika.Ausgehend vom umfangreichen Fundmaterial aus der Ifri n’Ammar widmet sich diese Abhandlung ferner dem Ziel, eine Neudefinition bestehender Kulturabfolgen zu skizzieren und eine Erschliessung des regionalen Kulturablaufes und der Umweltbedingungen wahrend des Palaolithikums im mediterranen Ostmarokko zu ermoglichen. Im Annex dieses Bandes liefert Rainer Hutterer (Forschungsmuseum Alexander Koenig, Bonn) ausfuhrliche Informationen zur Fauna, Ludwig Reisch (Universitat Erlangen) einen Uberblick zur Sedimentgenese und Klimageschichte und Daniel Richter (Max Planck Institut fur Evolutionare Anthropologie, Leipzig) eine Zusammenfassung zu den neuen Thermolumineszenz-Datierungen der Fundstelle.

  • By (author) Mustapha Nami
  • By (author) Johannes Moser

"Review - German ""This documentation adds value to a report that will undoubtedly stand out as a key text on the archaeology of this important region, facilitating subsequent research (including this reviewer's). The provision of such crucial new data, richly illustrated and elegantly contextualised offers a first step in an important reconsideration of the North African MSA.""Eleanor M. L. ScerriIn: Antiquitiy. 86 (2012) 333. p. 933-934.--------------------------------------

“This documentation adds value to a report that will undoubtedly stand out as a key text on the archaeology of this important region, facilitating subsequent research (including this reviewer’s). The provision of such crucial new data, richly illustrated and elegantly contextualised offers a first step in an important reconsideration of the North African MSA.”<br/><br/>Eleanor M. L. Scerri<br/><br/>In: Antiquitiy. 86 (2012) 333. p. 933-934.<br/><br/>--------------------------------------<br/><br/>„Die archäologische Erkundung der Grotte von Ifri n’Ammar, gelegen etwa 50 km südlich von Nator an den Ausläufern des Rifs, hat in der Fachwelt großes Aufsehen erregt. 15 Jahre lang, von 1997 bis 2009, forschten Wissenschaftler des marokkanischen „Institut National des Sciences de l’Archéologie et du Patrimoine“ und der „Kommission für Außereuropäische Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts“ in Nordmarokko, um der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung dort auf die Spur zu kommen und mit anderen der bisher spärlichen Entdeckungen in Nordafrika sowie in Europa zu vergleichen. Die vorliegende Publikation befasst sich hauptsächlich mit dem Mittleren Paläolithikum - weniger wissenschaftlich Mittlere Steinzeit genannt - ein Zeitraum, der 200.000 bis 30.000 Jahre „vor heute“ liegt. Das Buch, der zweite von insgesamt drei Bänden, stellt vor allem die vielen Funde an Steinwerkzeugen vor, auch die Fundorte des Rohmaterials (Band 1 behandelte die erdgeschichtliche Zeit des Iberomaurusien, Band 3 will sich den Tierfunden widmen). Untersucht wurden drei Schichten, die untere weist wenige menschliche Artefakte auf, es folgt einer sterile Schicht mit Kalkablagerungen - wahrscheinlich ließ hier Wasser keine menschliche Besiedlung zu - und darüber eine Schicht mit reichhaltigem Material. Zwischen der unteren und der oberen Schicht liegen 15.000 Jahre.“<br/><br/>In: Medienspiegel der Deutsch-Maghrebinischen Gesellschaft. März 2011. S. 15.