Kreditfiktionen
Der literarische Realismus und die Kunst, Schulden zu erzählen
By (author) Philippe Roepstorff-Robiano
Paperback (Published)
(May 2020)
ISBN: 9783770565016
6.1 x 9.25 inches
Price: $102.00
Out of stock
Der Kredit gilt gemeinhin als neutrale Transaktion, die dazu dient, ökonomische Akteure möglichst effizient und profitabel miteinander zu vernetzen. In der realistischen Erzählliteratur des 19. Jahrhunderts zeichnet sich jedoch ein ganz anderes Bild ab: Kreditfiktionen von Autorinnen und Autoren wie Honoré de Balzac, Gustave Flaubert, George Eliot, Gottfried Keller oder Herman Melville präsentieren den Kredit als volatile und ruinöse Fiktion, die soziale Reibungen und Konflikte erzeugt und die Realität selbst in ein verkäufliches Gut ummünzt. So kristallisiert sich in Texten des Realismus ein wildes Wissen über die ontologischen, epistemologischen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Schuldenwirtschaft heraus.
- By (author) Philippe Roepstorff-Robiano
Other Titles in this Series
Realismus des Kapitals
Marxistische Literaturtheorie im Zeitalter des globalen Kapitalismus
Volume 5
Recht auf Arbeitslosigkeit?
Ein Lesebuch über Leistung, Faulheit und die Zukunft der Arbeit. 2., überarbeitete und erweiterte Neuauflage
Volume 6
Emotion and Calculation
Marriage Markets and Match Making from Early Modernity to the Present
Volume 14
Konflikt und Vermittlung
Die Ökonomie des Romans in der Frühen Neuzeit (Spanien / Frankreich)
Volume 10
Literatur und Arbeitswelten
Ästhetische und diskursive Strategien zur Darstellung von Arbeit in der deutschsprachigen Literatur seit 2000
Volume 8
