Konig, Fursten und Reich 1056-1159

Herrschaftsverstandnis im Wandel

by Jutta Schlick and edited by Bernd Schneidmuller and Stefan Weinfurter

Image coming soon

Extent: 220 pages

Publisher: Jan Thorbecke Verlag

Subjects: Medieval Studies

Series: Mittelalter-Forschungen

Series volume number: 7

Language: German

(Hardback) (Out of print)

(December 2001)

ISBN: 9783799542586

Price: $46.00

Out of stock

Das Jahrhundert zwischen dem Regierungsantritt Heinrichs IV. (1056) und dem Friedrich Barbarossas (1152) ist eine der grossen Umbruchzeiten des Mittelalters. Der siebte Band aus der Reihe ‘Mittelalter-Forschungen’ beleuchtet diese Epoche vornehmlich aus der Perspektive der Fursten – ihre Stellung, ihr Wirken, ihre Vorstellungen von Reich und Konigtum stehen im Zentrum der Untersuchung. Bei Konigswahlen und Hoftagen wird ihr Einfluss deutlich, in ubergreifenden, zukunftsweisenden Ideen ebenso wie in der konkreten Interaktion mit dem Herrscher. Im Laufe des hier betrachteten Zeitraums entwickeln sich die Grossen immer mehr zu Teilhabern der Herrschaft, die einen eigenen Anspruch auf die Verantwortung fur das Reich – auch gegen den Konig – erheben. Wie es ihnen gelingt, ihre Stellung zu institutionalisieren, zeichnet die vorliegende Arbeit nach. Doch auch von der anderen Seite her wird die Position der Fursten untersucht: Wie gelang es dem Konig, sie in sein Herrschaftskonzept einzubinden? Vermochte er ihren Anspruch auf Teilhabe am Reich zu akzeptieren und zu integrieren? Und wie gestaltete sich die ‘konsensuale Herrschaft’ konkret? Schnell wird deutlich, dass fur das ‘Funktionieren’ des Reichs ein Grundkonsens unerlasslich war, eine gemeinsame Idee, die tragfahig genug war, die unterschiedlichen Einzelinteressen hinter dem gemeinsamen Wohl zurucktreten zu lassen. Doch auch eine solche ‘Leitidee’ durfte nicht stagnieren, sie musste sich dem Wandel der Zeit, dem Wandel der Vorstellungen anpassen. Lag der Grundkonsens daher zu Beginn des 12. Jahrhunderts im Bemuhen um die Eintracht von Kirche und Reich – gleichsam als Antwort auf die Auseinandersetzungen der Salierzeit -, so trat unter den Staufern der Gedanke des honor imperii allmahlich an diese Stelle. Die Entwicklung der beiden ‘Leitmotive’ und insbesondere die Phase ihres Ubergangs gilt es also zu verfolgen, will man die Formen der Herrschaft mit Inhalt fullen.

  • By (author) Jutta Schlick
  • Edited by Bernd Schneidmuller
  • Edited by Stefan Weinfurter