Jahrbücher des Fränkischen Reiches unter Karl dem Großen.
Band II: 789–814. Fortgesetzt von Bernhard Simson. Auf Veranlassung Seiner Majestät des Königs von Bayern hrsg. durch die historische Commission bei der Königl. Akademie der Wissenschaften. (Jahrbücher der Deutschen Geschichte).
By (author) Sigurd Abel By (author) Bernhard Simson
Paperback (Published)
(July 2014)
ISBN: 9783428174034
6.18 x 9.17 inches
Price: $290.00
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Die Jahrbucher des Frankischen Reiches unter Karl dem Grossen liegen in zwei Banden vor. Der erste Band von Sigurd Abel erschien im Jahr 1865. Die vorliegende zweite Auflage des ersten Bandes von 1887 wurde durch Bernhard Simson bearbeitet. Der zweite Band ist von Sigurd Abel begonnen und von Bernhard Simson 1883 vollendet worden. Die Jahrbucher verstehen sich in erster Linie als kritische Materialsammlungen und Nachschlagebucher uber die Zeit von Karl dem Grossen. Ein umfangreiches Register schliesst den Band ab.
»Simson, Bernhard, Historiker, * 19.2.1840 Königsberg (Preußen), † 15.8.1915 Berlin-Charlottenburg, begr. Berlin, Jerusalems- und Neue Kirche Friedhof. (lutherisch)
Nach dem in Königsberg abgelegten Abitur studierte S. 1856–60 Geschichte, zunächst in Berlin, v.a. bei Leopold v. Ranke, seit 1857 in Königsberg, v.a. bei Wilhelm Giesebrecht. Von diesem wurde er 1860 mit einer Arbeit über die sog. Einhardsannalen promoviert, danach legte er das Oberlehrerexamen ab und absolvierte ein Probejahr am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin. Auf Vermittlung Johann Gustav Droysens arbeitete S. dann an der Urkunden- und Aktenedition zur Geschichte des Großen Kurfürsten mit; die Frucht eines Pariser Archivaufenthaltes war ein 1865 erschienener Band mit franz. Gesandtschaftsberichten. Bereits 1863 war eine quellenkritische Abhandlung über die Fuldaer Annalen als Habilitationsschrift in Jena angenommen worden; hier lehrte S. als Privatdozent bis 1868. Nach kurzer Tätigkeit als Lehrer am Berliner Wilhelmsgymnasium und anschließend als Archivar in Düsseldorf und Berlin (1869–72) wurde der Privatgelehrte von der Historischen Kommission bei der Bayer. Akademie der Wissenschaften mit der Bearbeitung der ›Jahrbücher der dt. Geschichte‹ für die Zeit Ludwigs d. Frommen betraut. 1874 erhielt S. einen Ruf auf eine ao. Professur für Geschichte in Freiburg (Br.), 1877 die Ernennung zum Ordinarius. 1884/85 und 1894/95 war er hier Dekan der Philos. Fakultät und 1895/96 Prorektor (em. 1905). Neben den vorrangigen Veranstaltungen zur mittelalterlichen Geschichte las S. auch über alte Geschichte und zuweilen über neuzeitliche Themen; der Schwerpunkt seiner Tätigkeit aber lag auf der Erforschung der Karolingerzeit. 1905 zum Geheimen Hofrat ernannt, siedelte S. nach Berlin über, wo er bis zu seinem Tod an Quelleneditionen und Spezialuntersuchungen arbeitete. In später Anerkennung seiner Verdienste wurde er 1907 in die Zentraldirektion der MGH (Monumenta Germaniae Historica) gewählt.
Als strenger Vertreter der historisch-kritischen Methode der Ranke-Schule bemühte sich S. mit seinen Editionen um ein gesichertes Quellenfundament; seine in den MGH zwischen 1905 und 1916 erschienenen Ausgaben sind immer noch gültig und werden bis in jüngste Zeit nachgedruckt. Von bleibendem Wert sind auch seine Bände in der Reihe der Jahrbücher für Karl d. Gr. und Ludwig d. Fr. Begleitet wurden diese Arbeiten von zahlreichen quellenkritischen Untersuchungen u.a. zu verschiedenen Annalen, zur Entstehung der pseudoisidorischen Dekretalen. Daneben veröffentlichte er eine Übersetzung von Willibalds Bonifatius-Vita und vollendete nach dem Tod seines Lehrers Wilhelm v. Giesebrecht 1889 dessen letzten Band der ›Geschichte der dt. Kaiserzeit›. Als akademischer Lehrer wirkte S. am erfolgreichsten in seinen Seminaren zur mittelalterlichen Geschichte. Seine gelegentlichen Vorlesungen zur neueren Geschichte, z.B. ›Preuß. Geschichte‹ und ›Geschichte der dt. Einheitsbestrebungen 1848–1850‹ ließen seine nationalliberale Haltung erkennen – sicher vom Vater geprägt, dessen Lebenserinnerungen er 1900 herausgab. Der Politik hatte er sich freilich nicht widmen wollen, sein Interesse galt zeitlebens der handwerklich perfekten Quellenforschung. Heute zuweilen als positivistisch gescholten, bildet sein reiches Œuvre ein unverzichtbares Fundament für die Mittelalterforschung.«
Nonn, Ulrich, in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 453–454
- By (author) Sigurd Abel
- By (author) Bernhard Simson
Other Titles in this Series
Open letter to the head of the Russian Synod, Privy Councillor Constantine Pobiedonosieff.
(On religious liberty in Russia).
Lehrbuch des Österreichischen Privatrechts.
Dritter Band: Österreichisches Obligationenrecht. Aus dessen Nachlaß hrsg. und bearb. von Bruno Kafka. Mit einem Geleitwort von Ludwig Mitteis.
Justus von Liebig.
Nach dem Leben gezeichnet. Festrede, gehalten in der bayerischen Akademie der Wissenschaften am 11. März 1903.
Europäische Staatenkunde.
Mit einem Anhang: Die Vereinigten Staaten von Amerika. Erster Band, erste Abtheilung. Mit Benutzung der hinterlassenen Manuscripte nach den Originalquellen bearb. von Otto Krümmel.
Sämmtliche Werke.
Dreizehnter Band: Französische Geschichte vornehmlich im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert. Sechster Band: Briefe der Herzogin von Orleans.
Sämmtliche Werke.
Neunundzwanzigster Band: Zwölf Bücher Preußischer Geschichte. Fünfter Band: Zehntes bis zwölftes Buch.
Volkswirtschaftliche Theorie der öffentlichen Investitionen.
Eine Untersuchung über die theoretische Stellung der öffentlichen Investitionen in der Dynamik der modernen Verkehrswirtschaft.
Das österreichische Urheberrecht
an Werken der Literatur, Kunst und Photographie. Historisch und dogmatisch erläutert.
Die Lehre von den auswärtigen Wechselkursen
unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Verhältnisse.
Hardenberg und die ständische Opposition 1810-1811.
(Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte der Mark Brandenburg).
Beiträge zur Deutschen Politik und Wirtschaft 1900–1933.
Gesammelte Aufsätze und Vorträge. Band II: Wirtschaft.
Grundriß des Wechselrechts.
Grundriß des Österreichischen Rechts in systematischer Bearbeitung. Erster Band, achte Abteilung. Hrsg. von August Finger - Otto Frankl - Dominik Ullmann.
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