Hainhofers ‘Freunde’
Das geschaftliche und private Beziehungsnetzwerk eines Augsburger Kunsthandlers und politischen Agenten in der Zeit vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Ausgang des Dreissigjahrigen Krieges im Spiegel seiner Stammbucher
by Gerhard Seibold
Hardback (Out of print)
(March 2014)
ISBN: 9783795428693
8.27 x 10.98 inches
Price: $53.00
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Der Augsburger Philipp Hainhofer (1578-1647) ist auch heute noch als Inspirator der von ihm in Auftrag gegebenen Kunstschranke bekannt und unter diesem Blickwinkel hat sich die Wissenschaft immer wieder mit Hainhofer befasst. Damit ist eine Facette im Leben des ganz unterschiedlich begabten Kunstagenten und Kaufmanns beruhrt, die von seinen Aufgaben als Diplomat und Nachrichtenvermittler in idealer Weise erganzt wird. Da Hainhofer als Ausfluss dieser Tatigkeit umfangreiche Aufzeichnungen hinterlassen hat, konnte auch dieser Aspekt seiner Personlichkeit wiederholt wissenschaftlich gewurdigt werden. Nicht thematisiert wurden bisher der Augsburger als Kunstsammler und seine mit dieser Interessenlage in Verbindung stehenden vier Alba amicorum. Letztere sind einigermassen vollstandig erhalten geblieben und werden heute in offentlichen Sammlungen in Augsburg und Wolfenbuttel sowie in englischem Privatbesitz verwahrt. Philipp Hainhofer kam im Rahmen seiner hauptberuflichen Tatigkeiten regelmassig mit Personen von Rang in Verbindung und pflegte zudem Kontakt zu Augsburger Kunstlern, die als Buchmaler befahigt und in der Lage waren, die Vorstellungen des Kunstkenners umzusetzen. Weil Hainhofer daruber hinaus die wirtschaftlichen Mittel zur Verfugung standen, um seine Anspruche auf hochstem Niveau realisieren zu lassen, entstanden Gesamtkunstwerke, die Ihresgleichen suchen. Damit ist auch zum Ausdruck gebracht, wie vielschichtig Stamm- oder Freundschaftsbucher sind und was ihren grossen Reiz ausmacht, namlich Kunstlerisches mit – im Falle Hainhofers – nahezu 600 Widmungen in Verbindung zu bringen, was zahlreiche interdisziplinare Untersuchungsansatze, z.B. in den Bereichen Kunstgeschichte oder Prosopographie, ermoglicht.
- By (author) Gerhard Seibold
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