Fünf plus Zwei.

Die europäischen Nationalstaaten, die Weltmächte und die vereinte Entfesselung des Zweiten Weltkriegs.

By (author) Stefan Scheil

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Extent: 533 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Series: Zeitgeschichtliche Forschungen

Series volume number: 18

Language: German

Paperback (Out of print)

(March 2003)

ISBN: 9783428107803

6.18 x 9.17 inches

Price: $51.00

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Wo ist der historische Ort des Zweiten Weltkriegs, und was waren die Ursachen seiner Eskalation? Nachdem Stefan Scheil in “Logik der Mächte” (Duncker & Humblot, 1999, 978-3-428-09551-3) den Trend zur Steigerung außereuropäischer Einflüsse in innereuropäische Konflikte als ein Phänomen der Neuzeit geschildert und eine detaillierte Darstellung des Kriegsausbruchs von 1939 geliefert hat, widmet er sich nun der Diplomatiegeschichte zwischen dem Herbst 1939 und dem Sommer 1940.

In verschiedenen Rückblicken geht der Autor auf weitere Aspekte der Vorgeschichte ein, so etwa auf die Details der Bündnisverträge, die 1939 geschlossen wurden. Einen besonderen Schwerpunkt der Darstellung bilden das deutsch-polnische Verhältnis und die polnische Politik.

Scheil führt die Eskalation der innereuropäischen Konflikte bis hin zum Zweiten Weltkrieg auf die Gegensätze der fünf wichtigsten Nationalstaaten zurück, zu denen er neben England, Frankreich, Italien und Deutschland auch Polen zählt. Gleichzeitig macht er die Zwänge des modernen europäischen Sicherheitsraums sichtbar, wie er später in der OSZE institutionalisiert wurde – denn Mitwirkende waren die beiden künftigen Weltmächte, die von den Nationalstaaten berücksichtigt werden mußten: Die USA und die UdSSR. Beide etablierten in Europa nach 1945 ihre eigenen Ordnungsvorstellungen und drängten die Gegensätze zwischen den Nationalstaaten in den Hintergrund, so daß ein vergleichsweise stabiler Zustand erreicht werden konnte. Die zuvor offene Konstellation von “Fünf plus Zwei” erzeugte – so Stefan Scheil – den Zweiten Weltkrieg.

  • By (author) Stefan Scheil

»Wer gern über das Hier und Heute hinwegblickt und historischen Zusammenhängen gegenüber aufgeschlossen ist, wer sich dabei vor neuen und unerprobten Gedankengängen nicht scheut, der greife zum Buch von Stefan Scheil. Er wird manche Zusammenhänge entdecken, die er bisher nicht (so) gesehen hat, und manche Kontinuität in der europäischen Geschichte, anders als die Deutschen des Jahres 1945, für die die Geschichte zu Ende schien.« Horst Teske, in: Europa-Blätter, 4/2003
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