Erzählen vom Widerstand als Erzählen von Gemeinschaft

Literarische Repräsentationen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus in (West-)Deutschland (1945–1989)

By (author) Miriam Schumacher

Book cover: Erzählen vom Widerstand als Erzählen von Gemeinschaft

Extent: 375 pages

Publisher: V&R unipress

Subjects: German Studies, Literary Studies

Series: Deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Medien

Language: German

Hardback (Published)

(August 2016)

ISBN: 9783847105855

6.34 x 9.33 inches

Price: $82.00

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Die Autorin zeigt, dass literarische Reprasentationen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus zur Imagination oder Reflexion gesellschaftlicher Grossgruppen beitragen: Einerseits schaffen sie eine Abgrenzung vom nationalsozialistischen Anderen, andererseits entwerfen sie eine Kontinuitat des Widerstands. Ausgehend von konstruktivistischen Konzepten von Gemeinschaft und kollektiver Identitat entsteht eine Typologie, die drei literarische Gemeinschaftsentwurfe unterscheidet: die Rehabilitierung nationaler Gemeinschaft, die Destabilisierung etablierter Gemeinschaften und die Modifikation antifaschistischer Gemeinschaft.


After the Second World War, resistance against the Nazis quickly became a popular literary topic. By 1989, around twenty novels, plays and short stories had been published in West Germany. The author shows that these (at first glance) quite different texts contribute to the imagination and reflection of major societal groups. They achieve this by delineating the national socialist “Other” on the one hand and by the “narrative draft” of an oppositional continuity on the other. From constructivist concepts of community and collective identity arises a typology distinguishing three diverse literary community designs: the rehabilitation of the national community, the destabilization of established communities and the modification of the anti-fascist community. Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg schnell zu einem Thema der Literatur. Bis 1989 erschienen in Westdeutschland rund zwanzig Romane, Dramen und Erzahlungen. Die Autorin zeigt, dass diese auf den ersten Blick ganz unterschiedlichen Texte durch die Abgrenzung vom nationalsozialistischen Anderen einerseits und dem narrativen Entwurf einer Kontinuitat des Widerstands andererseits zur Imagination oder Reflexion gesellschaftlicher Grossgruppen beitragen. Ausgehend von konstruktivistischen Konzepten von Gemeinschaft und kollektiver Identitat entsteht eine Typologie, die drei verschiedene literarische Gemeinschaftsentwurfe unterscheidet: die Rehabilitierung nationaler Gemeinschaft, die Destabilisierung etablierter Gemeinschaften und die Modifikation antifaschistischer Gemeinschaft.

Dr. Miriam Schumacher promovierte an der Universität Oldenburg, wo sie bis 2015 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Neuere deutsche Literaturwissenschaft tätig war.

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