„Einfach gut sein“
Zur Geschichte des St.-Josef-Hospitals in Wiesbaden
Hg. von St. Josefs-Hospital Wiesbaden Stiftung, Von Brigitte Streich, Mit einem Essay von Stefan Herok
Hardback (Published)
(August 2026)
ISBN: 9783752009651
8.31 x 11.69 inches
Price: $37.50
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Im Hauptteil zeichnet das Buch erstmals umfassend die Geschichte St. Josefs-Hospitals nach – des einzigen katholischen Krankenhauses Wiesbadens. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen spannt es den Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart und verknüpft dessen Geschichte mit der des Ordens der Armen Dienstmägde Christi. Die Ordensschwestern kamen 1854 in die Hauptstadt des Herzogtums Nassau, um sich der Krankenpflege zu widmen. In der mehrheitlich evangelischen Stadtgesellschaft stießen sie zeitweise während des „Kulturkampfes“ auf Widerstand, erfuhren aber zugleich große Unterstützung aus der Bürgerschaft. Insbesondere wohlhabende, oftmals alleinstehende Frauen fühlten sich ihnen verbunden – ein bislang kaum beachteter Aspekt der städtischen Frauen- und Sozialgeschichte. Zusammen mit der ambivalenten Haltung der Obrigkeit – die den Ordensschwestern einerseits den Betrieb einer Elementarschule für katholische Mädchen untersagte, andererseits im Krieg von 1870/71 gern auf das von ihnen geführte Lazarett zurückgriff – eröffnet dies neue Einblicke in die Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts. Der Orden war die treibende Kraft bei der Gründung des Hospizes zum Heiligen Geist und des späteren St. Josefs-Hospitals. Die Oberinnen leiteten die Krankenhäuser weitgehend eigenverantwortlich. Dank des medizinischen Fortschritts sind Krankenhäuser von einem stetigen organisatorischen, baulichen und personellen Wandel gekennzeichnet. Dieser Befund wird über die Jahrzehnte akribisch verfolgt; der quasi mikrohistorische Blick auf das St.-Josefs-Hospital und dessen Alltagsgeschichte steht damit exemplarisch für viele andere derartige Einrichtungen. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der „Gesundheitsstadt“ Wiesbaden. Es zeigt darüber hinaus, welche Handlungsspielräume Frauen innerhalb alternativer Lebensentwürfe besaßen und wie sie diese erfolgreich nutzten.<br/>Der Essay über die „Geschichte der Katholiken in Wiesbaden“ im letzten Viertel des Buches schildert – mit einigen Streiflichtern über die christliche Vorgeschichte – die historische Entwicklung, in der sich ab dem 18. Jahrhundert in Wiesbaden langsam ein deutlich wahrnehmbares „katholisches Milieu“ herausbildet. Im „evangelischen“ Wiesbaden prägt es zu seinen Spitzenzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus die Hälfte der Stadtgesellschaft. Gleichzeitig macht der Autor deutlich, dass Wiesbaden seit nassauischen Zeiten für ein relativ offenes ökumenisches Klima und für reformfreudigen Katholizismus steht, bzw. stand. Die Genrewahl des Essays ermöglicht eine sehr persönliche und durchaus bewertende Perspektive auf das katholische Wiesbaden und lädt zu Schlussfolgerungen für die Zukunft ein. Eine solche überblicksartige und doch auch detailfreudige Darstellung des katholischen Lebens in Wiesbaden bis zur Gegenwart hat es bisher noch nicht gegeben. <br/>Das Buch leistet damit insgesamt auch einen besonderen regionalen Beitrag zum 200. Jubiläum der Gründung des Bistums Limburg im Jahr 2027.
Im Hauptteil zeichnet das Buch erstmals umfassend die Geschichte St. Josefs-Hospitals nach – des einzigen katholischen Krankenhauses Wiesbadens. Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen spannt es den Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart und verknüpft dessen Geschichte mit der des Ordens der Armen Dienstmägde Christi. Die Ordensschwestern kamen 1854 in die Hauptstadt des Herzogtums Nassau, um sich der Krankenpflege zu widmen. In der mehrheitlich evangelischen Stadtgesellschaft stießen sie zeitweise während des „Kulturkampfes“ auf Widerstand, erfuhren aber zugleich große Unterstützung aus der Bürgerschaft. Insbesondere wohlhabende, oftmals alleinstehende Frauen fühlten sich ihnen verbunden – ein bislang kaum beachteter Aspekt der städtischen Frauen- und Sozialgeschichte. Zusammen mit der ambivalenten Haltung der Obrigkeit – die den Ordensschwestern einerseits den Betrieb einer Elementarschule für katholische Mädchen untersagte, andererseits im Krieg von 1870/71 gern auf das von ihnen geführte Lazarett zurückgriff – eröffnet dies neue Einblicke in die Stadtgeschichte des 19. Jahrhunderts. Der Orden war die treibende Kraft bei der Gründung des Hospizes zum Heiligen Geist und des späteren St. Josefs-Hospitals. Die Oberinnen leiteten die Krankenhäuser weitgehend eigenverantwortlich. Dank des medizinischen Fortschritts sind Krankenhäuser von einem stetigen organisatorischen, baulichen und personellen Wandel gekennzeichnet. Dieser Befund wird über die Jahrzehnte akribisch verfolgt; der quasi mikrohistorische Blick auf das St.-Josefs-Hospital und dessen Alltagsgeschichte steht damit exemplarisch für viele andere derartige Einrichtungen. Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der „Gesundheitsstadt“ Wiesbaden. Es zeigt darüber hinaus, welche Handlungsspielräume Frauen innerhalb alternativer Lebensentwürfe besaßen und wie sie diese erfolgreich nutzten.<br/>Der Essay über die „Geschichte der Katholiken in Wiesbaden“ im letzten Viertel des Buches schildert – mit einigen Streiflichtern über die christliche Vorgeschichte – die historische Entwicklung, in der sich ab dem 18. Jahrhundert in Wiesbaden langsam ein deutlich wahrnehmbares „katholisches Milieu“ herausbildet. Im „evangelischen“ Wiesbaden prägt es zu seinen Spitzenzeiten nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus die Hälfte der Stadtgesellschaft. Gleichzeitig macht der Autor deutlich, dass Wiesbaden seit nassauischen Zeiten für ein relativ offenes ökumenisches Klima und für reformfreudigen Katholizismus steht, bzw. stand. Die Genrewahl des Essays ermöglicht eine sehr persönliche und durchaus bewertende Perspektive auf das katholische Wiesbaden und lädt zu Schlussfolgerungen für die Zukunft ein. Eine solche überblicksartige und doch auch detailfreudige Darstellung des katholischen Lebens in Wiesbaden bis zur Gegenwart hat es bisher noch nicht gegeben. <br/>Das Buch leistet damit insgesamt auch einen besonderen regionalen Beitrag zum 200. Jubiläum der Gründung des Bistums Limburg im Jahr 2027.
- By (author) Brigitte Streich
- By (author) Holger Hünemohr
- By (author) Stefan Herok
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