Ecce Agnus Dei

Rezeptionsästhetische Untersuchung zum neutestamentlichen Gotteslamm in der bildenden Kunst

By (author) Saskia Lerdon Series edited by Martin Ebner Series edited by Peter Lampe Series edited by Stefan Schreiber Series edited by Jürgen Zangenberg Series edited by Heidrun Elisabeth Mader

Book cover: Ecce Agnus Dei

Extent: 288 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Art & Art History, Biblical Studies

Language: German

Hardback (Published)

(September 2020)

ISBN: 9783525570821

6.3 x 9.33 inches

Price: $150.00

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Wie hat das »Lamm Gottes« die europäische Kunstgeschichte beeinflusst?


English summary: The Lamb of God has been a recurring motif in art history for two millennia. Saskia Lerdon investigates the impact of this christological metaphor on European art. Finding numerous examples within art history, she illustrates that this metaphor has been consistently reinterpreted and reconfigured in the artists’ historical situations. A key question is: Did new meanings develop in the course of this historical process beyond the original intentions of the authors of the New Testament? Hermeneutical theories such as those of Hans-Georg Gadamer help to analyse the material in addressing this question. German description: Saskia Lerdon untersucht die Gotteslamm-Metapher in den biblischen Texten und skizziert ihre Rezeption beispielhaft in der bildenden Kunst. Nach einer Einfuhrung in die Metapherntheorie stellt Lerdon die Bedeutung des Bildes im fruhen Christentum und die fruhe liturgiegeschichtliche Entwicklung des ‘Lamm Gottes’ vor. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem theoretisch komplexen Wechselverhaltnis zwischen Sprache und Bildlichkeit. Die neutestamentlichen Texte zum ‘Lamm Gottes’ beleuchtet die Autorin hier in den Sinndimensionen, wie sie sich im 1. und 2. Jahrhundert dargeboten haben. Der Blick geht hierbei auf die Gotteslamm-Metapher im Neuen Testament und die vielfaltigen religionsgeschichtlichen Anknupfungspunkte in Texten und Artefakten der antiken Umwelt. Ausgehend von dieser Grundlage betrachtet die Autorin die vielfaltigen Bildzeugnisse aus der zweitausendjahrigen Kunstgeschichte in einem typologisch ausgerichteten Langsschnitt, der dazu dient, die semantische Vielfalt in eine systematische Betrachtung des Bildmaterials zu ubersetzen. So gelingt ihr eine Darstellung, wie sich im Lauf der Jahrhunderte in der Rezeption der biblischen Metapher durch bildende Kunstler neue Sinnpotentiale entfaltet haben. Zum Abschluss geht der Verstehensweg von den Bildzeugnissen noch einmal zuruck zum Text. Lerdon legt dar, wie das Textverstehen die Wirkungsgeschichte beeinflusst hat, und regt ausgehend von den Bildzeugnissen eine Relecture der neutestamentlichen Texte an.

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