Die Stiftung „Russkij mir“

Ideologie, Ziele und Netzwerk

By (author) Alexander Meienberger Series edited by Jeromin Perovic Series edited by Tanja Penter Series edited by Ulrich Schmid Series edited by

Book cover: Die Stiftung „Russkij mir“

Extent: 275 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Cultural Studies, Slavic Studies

Language: German

Hardback (Published)

(May 2024)

ISBN: 9783412529741

6.3 x 9.25 inches

Price: $82.00

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Die Stiftung “Russkij mir” wurde 2007 ins Leben gerufen, um im Ausland fur die russische Sprache und Kultur zu werben. Inzwischen ist sie sowohl in ihrer Arbeit als auch in ihren Methoden ausserst umstritten. Die EU erklarte die Stiftung 2018 zum Propagandainstrument Russlands und verhangte 2022 Sanktionen gegen sie. Alexander Meienberger geht in seiner Studie der Frage nach, wie die Stiftung “Russkij mir”, auch in Deutschland und Osterreich, als ein Instrument der russlandischen Soft Power funktioniert.


Die Stiftung “Russkij mir” wurde 2007 ins Leben gerufen, um im Ausland fur die russische Sprache und Kultur zu werben. Inzwischen ist sie sowohl in ihrer Arbeit als auch in ihren Methoden ausserst umstritten. Die EU erklarte die Stiftung 2018 zum Propagandainstrument Russlands und verhangte 2022 Sanktionen gegen sie. Alexander Meienberger geht in seiner Studie der Frage nach, wie die Stiftung “Russkij mir” als ein Instrument der russlandischen Soft Power funktioniert. Im Fokus steht die Arbeit der Stiftung in Deutschland und Osterreich. Die Tatigkeit der Stiftung “Russkij mir” lasst sich in drei Aspekten charakterisieren. Erstens operiert sie in vielen Landern intransparent und in einigen Fallen in Grauzonen. Selbst ihre finanziellen und personellen Strukturen sind undurchschaubar. Zweites verfugt sie uber keine generelle Strategie ihrer Arbeit im Ausland, vielmehr handelt sie situations- und ortsabhangig. Drittens wird in der Arbeit der Stiftung die Loyalitat dem in Russland herrschenden Regime gegenuber vorausgesetzt. Diese Tatsache spiegelt sich sowohl in ihren inneren Strukturen als auch in ihrer Arbeit im Ausland. Auf der konzeptionellen Ebene verbreitet die Stiftung die “grosse” russische Kultur, die Ideologie der “Russischen Welt”, den Staatspatriotismus und konservative Werte. Zudem prasentiert sie sich gerne als Beschutzer der russlandischen Landsleute im Ausland und greift damit in innere Angelegenheiten eines Staates ein.

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