Die Philosophie und ihre Geschichte / La Philosophie et son histoire
Eine aktuelle Debatte / Un debat actuel: StPh 76 Philosophie und ihre Geschichte
edited by Laurent Cesalli, Parwana Emamzadah, Hamid Taieb and editorial board member Anton Hugli and Janette Friedrich
Paperback (Published)
(February 2018)
ISBN: 9783796537714
Price: $86.00
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Seit dem Ende der 1980er-Jahre nimmt die Frage nach dem Verhaltnis der Philosophie zu ihrer Geschichte einen zentralen Platz in den Diskussionen um das Wesen und die Methode der Philosophie ein. Beeinflusst durch Vertreter der kontinentalen Philosophie hat sich eine relativistische Position (Alain de Libera, Kurt Flasch) herausgebildet, die eine Inkommensurabilitat der Theorien behauptet, die den verschiedenen historischen Epochen zugehoren. Dem gegenuber steht eine eher kontinuistische Position (Claude Panaccio, Pascal Engel), die sich auf prominente Figuren der analytischen Philosophie stutzt, etwa auf Peter Strawson, Donald Davidson oder Michael Dummett. Die Debatten um diese Standpunkte haben das Interesse der philosophischen Gemeinschaft an metaphilosophischen und methodologischen Fragen neu geweckt. Der Band 2017 der Studia philosophica stellt ausgewahlte Beitrage des Symposiums der Schweizerischen Philosophischen Gesellschaft (Universitat Genf, 2016) vor, das der Rolle der Geschichte der Philosophie in den aktuellen Debatten gewidmet war. In funf Themenkomplexen werden Reflexionen vorgestellt, die zwar nie infrage stellen, dass Geschichte fur die Philosophie notig ist. Sie zeigen aber divergierende Positionen auf, was die Frage des Nutzens der Philosophiegeschichte, des Verhaltnisses zwischen ihr und der Philosophie sowie die vorgestellten philosophiehistorischen Praktiken betrifft. Im Hintergrund steht die Frage, ob es entdeckte und zu entdeckende philosophische Wahrheiten uberhaupt gibt und die Philosophie in diesem Sinne eine Fortschrittsgeschichte kennt oder ob man sich mit der kulturellen und historischen Vielfalt der philosophischen Doktrinen zufriedengeben muss, deren Geschichten inkommensurabel bleiben. Was es heisst, dass die Sprache – Instrument und Gegenstand des Philosophierens – in ihrer Geschichtlichkeit unhintergehbar ist, wird dabei ebenso untersucht wie die Frage der historischen Kontingenz in den philosophischen Problemstellungen. Kontrovers diskutiert wird insbesondere, wie man die Geschichte der Philosophie in den Dienst aktueller Debatten stellen kann, ohne sie zu instrumentalisieren, und wie man mit Diskontinuitat, verursacht durch historische Bruche, umgehen soll.
- Edited by Laurent Cesalli
- Edited by Parwana Emamzadah
- Edited by Hamid Taieb
- Editorial board member Janette Friedrich
- Editorial board member Anton Hugli
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