Die Aneignung und Umnutzung von Herrschaftsräumen am Beispiel der Squattersiedlung der südwestasiatischen Eisenzeit

By (author) Georg Cyrus

Book cover: Die Aneignung und Umnutzung von Herrschaftsräumen am Beispiel der Squattersiedlung der südwestasiatischen Eisenzeit

Extent: 304 pages

Publisher: Archaeopress Publishing

Subjects: Ancient Near East

Language: German

Paperback (Published)

(May 2025)

ISBN: 9781803279879

8.07 x 11.42 inches

Price: $77.00

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Following the fall of the Neo-Assyrian Empire, former monumental sites in northern Mesopotamia and the Zagros Mountains became long-lasting squatter settlements. This study compares four such sites, revealing creative reuse of space and framing squatting as a distinct cultural phenomenon of the 6th-5th centuries BCE.


Im 6. Jhd. v.u.Z. etabliert sich mit dem Zusammenbruch des Neuassyrischen Reiches an vielen Stellen in Nordmesopotamien und dem angrenzenden Zagros-Gebirge eine neue Form des Zusammenlebens: Squattersiedlungen. Einst monumentale Strukturen scheinen ihre Bedeutung als elitare Orte zu verlieren und nun fur hausliche Zwecke genutzt zu werden. In dieser Arbeit, die aus einer Doktorarbeit an der Freien Universitat Berlin hervorgegangen ist, wird diese Form des Zusammenlebens untersucht. In einem qualitativen Vergleich zwischen den Squattersiedlungen der vier Fundorte Tell Sheikh Hamad, Nimrud, Godin Tepe und Nush-i Jan werden in dieser Arbeit Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Aneignung monumentaler Raume herausgearbeitet. Als theoretische Grundlage, diese Aneignungen zu verstehen, wird die Raumtheorie Lefebvres herangezogen. Methodisch wird die Space-Syntax-Analyse von Hillier und Hanson und der Sequenz-of-Events-Ansatz von Klinkenberg benutzt. Letztlich fuhrt diese Betrachtung dazu, dass Squattersiedlungen nicht einfach provisorische Bleiben waren, die nur einige Jahre existierten, sondern vielmehr etablierte Siedlungen, die uber Jahrhunderte hinweg existierten. Auch stellt sich heraus, dass die Bewohner*innen der Squattersiedlungen besondere Herausforderungen mit der zerfallenden monumentalen Struktur hatten, denen sie mit Kreativitat und Erfindungsgeist begegneten. Squattersiedlungen verdienen daher ihre ganze eigene Betrachtung und sollten als ein kulturelles Phanomen des 6. und 5. Jhd. in Nordmesopotamien und dem zentralen Zagros-Gebirge gesehen werden.

1. Einführung

 

2. Historischer Rahmen: Das assyrische Reich und die Meder

Der Fall des assyrischen Reiches

Entstehung oder Auflösung? Die medische Gesellschaft

 

3. Theorie

Marxistische Raumkonzeption – die Produktion des Raumes

Dynamiken des sozialen Raumes

Zusammenfassung der Theorie

 

4. Methode

Architektur oder der geplante Raum

Ablagerungen oder der gelebte Raum

Angewandte Methoden

 

5. Fundorte

Godin Tepe

Tell Sheikh Hamad

Nush-i Jan

Nimrud

 

6. Vergleichende Analyse

Typologischer Vergleich

Vergleich der Space Syntax

Vergleich Sequence of Events

 

7. Interpretation

Die räumliche Praxis – häusliche und monumentale Bauten

Der gelebte Raum oder die Eigenlogik der Squattersiedlungen

Der geplante Raum der monumentalen Gebäude

 

8. Der monumentale Raum und die Räume der Squattersiedlung – eine Schlussbetrachtung

 

Digitales Zusatzmaterial

 

Danksagung

 

Bibliografie

 

Zusammenfassung

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