Des Menschen Wurde – entdeckt und erfunden im Humanismus der italienischen Renaissance

edited by Rolf Groschner, Stephan Kirste and Oliver W. Lembcke

Book cover: Des Menschen Wurde – entdeckt und erfunden im Humanismus der italienischen Renaissance

Extent: 273 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Philosophy, Social Sciences 

Series: POLITIKA

Series volume number: 1

Language: German

Paperback (Published)

(September 2008)

ISBN: 9783161496967

9.09 x 6.06 inches

Price: $68.00

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Vom Wert der Wurde wissen wir aus ihrer Ideengeschichte. Wird sie vergessen, verliert ein ethisches Grundprinzip des Verfassungsstaates seinen politischen Gehalt. Solchem Verlust setzen die zwolf Beitrage des Tagungsbandes eine Besinnung auf die ursprungliche Bedeutung der Wurde am Beginn der Neuzeit entgegen. Charakteristisch fur den Geist der Renaissance ist sein Streben nach Altem und Neuem: Er entdeckt die antiken und christlichen Traditionen der Sozialitat neu, emanzipiert sich aber zugleich von den alten Lehren der Orthodoxie im neuzeitlichen Glauben an die menschliche Subjektivitat. Inspiriert durch das Philosophieren der italienischen Humanisten bot die Tagung Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Quellen. Sie lassen erkennen, welcher Zusammenhang damals erfunden wurde – der Verweisungszusammenhang zwischen Subjektivitat und Solidaritat. Er weist einen Weg aus der solipsistischen Verkurzung der modernen Wurde.

Collegium editorum: Dialog uber die Renaissance der Wurde - Manfred Walther: Renaissance-Forschung und Wissenschaftemigration. Zum zeitgeschichtlichen Kontext der Entdeckung/Erfindung des Burgerhumanismus in Florenz - Lorenz Schulz: Das juristische Potential der Menschenwurde im Humanismus - Martin Leiner: Menschenwurde und Reformation - Paul Richard Blum: De necessitate facimus voluntatem. Willensfreiheit und Recht bei Coluccio Salutati - Alexander Thumfart: Wir sind fur die Gerechtigkeit geboren. Der Entwurf einer politisch-sozialen Wurde des Menschen - Alexander Lohner: Die Begrundung der Menschenwurde bei Marsilio Ficino und die Bedeutung seiner Reflexionen fur Grundfragen der heutigen Ethik - Hartmut Westermann: Lorenzo Valla, De libero arbitrio. Die Freiheit des Menschen im Angesicht Gottes - Joachim Lege: Freiheit und Wurde bei Lorenzo Valla. Philologische Erganzungen und eine systemtheoretische Provokation, betreffend Gott und die moderne Gesellschaft - Oliver W. Lembcke: Die Wurde des Menschen, frei zu sein. Zum Vermachtnis der Oratio de hominis dignitate Picos della Mirandola - Stephan Kirste: Menschenwurde und die Freiheitsrechte des Status Activus. Renaissancehumanismus und gegenwartige Verfassungsdiskussion - Rolf Groschner: Des Menschen Wurde. Humanistische Tradition eines Verfassungsprinzips - Theo Kobusch: Die Wurde des Menschen. Ein Erbe der christlichen Philosophie.

Rolf Groschner, ist Professor fur Offentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universitat Jena; 2009/10 Fellow am Max-Weber-Kolleg fur kultur- und sozialwissenschaftliche Studien in Erfurt.Stephan Kirste, ist Professor fur Offentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universitat Heidelberg.Oliver W. Lembcke, ist Vertreter der Professur fur Vergleichende Regierungslehre an der Bundeswehr-Universitat Hamburg.

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