Bild und Bibliothek
Die graphische Sammlung der schweizerischen Nationalbibliothek oder wie die Kunst in die Bibliothek kam und warum sie dort geblieben ist
by Susanne Bieri
Hardback (Published)
(December 2017)
ISBN: 9783796537523
Price: $111.00
On back order
Susanne Bieri, Leiterin der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek, fuhrt in ihrem Buch durch die wechselvolle Geschichte dieser Institution, von der Neugrundung im Jahr 1895 bis in die Gegenwart. Bilder wurden stets als originares Element eines helvetischen Bibliotheksbestandes aufgefasst – das zeigt die Vorgeschichte der Nationalbibliothek, die gepragt ist durch ihre ideellen Wegbereiter Gottlieb Emanuel von Haller und Philipp Albert Stapfer. Sowohl die authentische bildliche Wiedergabe eines Gegenstands oder Sachverhalts als auch die kunstlerische Ausfuhrung waren wichtige Sammelkriterien. Entsprechend wurden in der Nationalbibliothek mit Einschluss artistischer Darstellungen explizit nicht nur schweizerische Bilder, Portraits und Stiche, sondern auch Aufrufe, Flugblatter und ahnliche Drucksachen gesammelt, also samtliche visuelle Bildmedien, die uber Land und Leute Auskunft geben. Das Sammelkonzept, das hier sichtbar wird, verweist auf das traditionelle Kunstkammer-Prinzip und sollte sowohl dokumentarischen als auch kunstlerisch orientierten Ambitionen genugen – und das Jahrzehnte, bevor der avantgardistische Kunstbegriff die Kategorien high and low einfuhrte. Dieser Ansatz liess die Schweizerische Nationalbibliothek zu einer illustrierten Enzyklopadie der Schweiz im Leibniz’schen Sinne werden, zu einem Gedachtnisspeicher, in dem sich die Komplexitat des schweizerischen Staatengefuges erst wirklich zu einem Bild der Nation zusammenfugt, das nationale Identitat stiftet.
Susanne Bieri, Leiterin der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek, fuhrt in ihrem Buch durch die wechselvolle Geschichte dieser Institution, von der Neugrundung im Jahr 1895 bis in die Gegenwart. Bilder wurden stets als originares Element eines helvetischen Bibliotheksbestandes aufgefasst – das zeigt die Vorgeschichte der Nationalbibliothek, die gepragt ist durch ihre ideellen Wegbereiter Gottlieb Emanuel von Haller und Philipp Albert Stapfer. Sowohl die authentische bildliche Wiedergabe eines Gegenstands oder Sachverhalts als auch die kunstlerische Ausfuhrung waren wichtige Sammelkriterien. Entsprechend wurden in der Nationalbibliothek mit Einschluss artistischer Darstellungen explizit nicht nur schweizerische Bilder, Portraits und Stiche, sondern auch Aufrufe, Flugblatter und ahnliche Drucksachen gesammelt, also samtliche visuelle Bildmedien, die uber Land und Leute Auskunft geben. Das Sammelkonzept, das hier sichtbar wird, verweist auf das traditionelle Kunstkammer-Prinzip und sollte sowohl dokumentarischen als auch kunstlerisch orientierten Ambitionen genugen – und das Jahrzehnte, bevor der avantgardistische Kunstbegriff die Kategorien high and low einfuhrte. Dieser Ansatz liess die Schweizerische Nationalbibliothek zu einer illustrierten Enzyklopadie der Schweiz im Leibniz’schen Sinne werden, zu einem Gedachtnisspeicher, in dem sich die Komplexitat des schweizerischen Staatengefuges erst wirklich zu einem Bild der Nation zusammenfugt, das nationale Identitat stiftet.
- By (author) Susanne Bieri
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