Aphorismen uber die Kunst
Ubersetzt und herausgegeben von Eudo C. Mason. Mit einem Nachwort zur Neuausgabe von Matthias Vogel
by Johann Heinrich Fussli
Paperback (Published)
(March 2012)
ISBN: 9783796526923
Price: $23.00
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Heinrich Fusslis Aphorismen uber die Kunst entstanden – sozusagen als ‘Nebenprodukt’ – im Winter 1787/88 wahrend seiner Arbeit an der Ubertragung der Vermischten unphysiognomischen Regeln zur Menschen- und Selbstkenntniss von Johann Caspar Later ins Englische. Nachdem eine bereits fur 1788 angekundigte Ausgabe der Aphorismen aus verschiedenen Grunden nicht realisiert werden konnte und ein erneuter Veroffentlichungsversuch 1818 scheiterte, blieb das auf Englisch verfasste Werk bis zu Fusslis Tod 1825 ungedruckt und erschien erst postum im dritten Band der von seinem Biographen John Knowles redigierten Werkausgabe The Life and Writings of Henry Fuseli (London 1831). Und doch durfen gerade diese unglucklichen Publikationsumstande aus heutiger Sicht als Glucksfall gelten: Denn die Aphorismen uber die Kunst scheinen sich fur Fussli immer mehr ‘zum Sammelbecken seiner wichtigsten und charakteristischsten Gedanken und Betrachtungen uber alle die Dinge, die ihn am meisten beschaftigten, zum Hohlspiegel seiner gesamten Erscheinung als Kunstlerpersonlichkeit’ entwickelt zu haben, wie der Herausgeber der deutschen Ausgabe Eudo C. Mason schreibt. Es ist anzunehmen, dass sowohl Fusslis vor der Londoner Kunstakademie gehaltene Vorlesungen als auch viele seiner englischsprachigen kunstkritischen Schriften die Aphorismen beeinflusst haben, wahrend, umgekehrt, jene aus diesen gespeist wurden. Damit bilden die Aphorismen, die hier in der erstmals 1944 in der ‘Sammlung Klosterberg’ erschienenen und bis heute gultigen Ubersetzung neu aufgelegt werden, das wohl umfassendste Denkportrat des grossen Malers, Publizisten und Dichters Fussli aus erster Hand.
Der Autor Johann Heinrich Fussli wurde 1741 in Zurich geboren. Uber seinen Vater lernte er schon fruh die Welt der Kunste kennen. Zwar studierte er zunachst Theologie, widmete sich aber gleichzeitig auch der Malerei und der Literatur, wobei er stark von Johann Jacob Bodmer beeinflusst wurde. Nachdem er mit einigen Ubersetzungen von Shakespeare-Dramen hervorgetreten war, reiste er 1765 nach London, wo er sich immer mehr der Malerei zuwandte. Ab 1770 lebte er in Rom und verkehrte mit Johann Joachim Winckelmann und Anton Raphael Mengs. In seinen Arbeiten studierte er vor allem die Kunst der Antike sowie die Malerei der Renaissance, insbesondere die Werke Michelangelos. Als anerkannter Kunstler kehrte Fussli (in England nannte man ihn Henry Fusely) 1779 nach London zuruck, wo er 1788 in die Royal Academy of Arts aufgenommen wurde und der er ab 1804 als Prasident vorstand. Fussli zahlte zu den bedeutendsten Malern und Kunsttheoretikern des 18. und 19. Jahrhunderts. Er starb 1825 in Putney bei London.
- By (author) Johann Heinrich Fussli
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