“Abwägung”.
Herausforderung für eine Theorie der Praxis.
Edited by Friedrich Müller Edited by Philippe Mastronardi
Paperback (Published)
(June 2014)
ISBN: 9783428143566
6.18 x 9.17 inches
Price: $102.00
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Die Beiträge des hier vorgelegten Buchs brechen dank der Begründung einer neu strukturierenden Methodik der Abwägung (Florian Windisch) und dank der die Prinzipienlehre (korpus)linguistisch dekonstruierenden Analyse von Friedemann Vogel und Ralph Christensen aus den Sackgassen der Tradition aus. Sie öffnen den Weg für eine immer auch empirisch begründete neue Praxis semantischer Diskussion und Entscheidung dessen, was die Juristen nach wie vor als »Abwägung« beunruhigt.
Abwägung ist für Gerechtigkeit zentral: Justitias Waage hat zwei Schalen, um Vorschriften, Interessen, Werte auszutarieren. Diese Aufgabe kann in der Praxis des Alltags bei jedem Arbeitsschritt auftauchen. Abwägung darf aber, anders als in älteren Lehren und Praktiken, rationale Konkretisierung nicht ersetzen wollen. Doch auch die neuere Doktrin von den »Prinzipien« führt ins Abseits; vergeblich versucht sie, durch philosophische Importe, sich auf eine vorgeblich objektive Wertordnung stützend, die Lücken in einer positivrechtlich vertretbaren Begründung auszufüllen. Dieser Ansatz scheitert; weisen doch »Prinzipien« als bloße Texte und Argumente gegenüber den Normtexten von Verfassung und Gesetz einen minderen Status auf.
Die Beiträge des hier vorgelegten Buchs brechen dank der Begründung einer neu strukturierenden Methodik der Abwägung (Florian Windisch) und dank der die Prinzipienlehre (korpus)linguistisch dekonstruierenden Analyse von Friedemann Vogel und Ralph Christensen aus den Sackgassen der Tradition aus. Sie öffnen den Weg für eine immer auch empirisch begründete neue Praxis semantischer Diskussion und Entscheidung dessen, was die Juristen nach wie vor als »Abwägung« beunruhigt.
»Abwägung« als Relationsnorm-Konstruktion
Florian Windisch: Konstruktive Überlegungen zur Abwägung im Kontext der Strukturierenden Rechtslehre
Rechtsanwendung als Rechtsnormkonstruktion – Das Problem der »Abwägung« – »Abwägung« als Relationsnorm-Konstruktion – Dogmatische Konsequenzen am Beispiel des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes – Die Strukturierende Rechtslehre und die Abwägung: Zur Anschlussfähigkeit des Konzepts – Jenseits des Kollisions-Konflikts: Zur Entwicklungsfähigkeit des Konzepts – Juristische Methodik im demokratischen Rechtsstaat
Die Sprache des Gesetzes ist nicht Eigentum der Juristen
Friedemann Vogel und Ralph Christensen: Von der Prinzipienspekulation zur empirischen Analyse der Abwägung
Was heißt Abwägung? – Theorie der Abwägung: Von der Gesetzessemantik zu den Rechtsprinzipien – Empirie juristischer Korpuspragmatik: Die Praxis der Gerichte aus rechtslinguistischer Perspektive – Zur Theorie der Praxis gerichtlicher Abwägung – Fazit, oder: Was bleibt, ist semantische Elaboration im Einzelfall
- Edited by Friedrich Müller
- Edited by Philippe Mastronardi
»Als Fazit lässt sich festhalten, dass das Buch auf einem sehr hohen theoretischen Niveau das eminent wichtige Thema der Abwägung behandelt. Dabei werden viele Aspekte berührt sowie sprachwissenschaftliche und demokratietheoretische Überlegungen auf spannende, erhellende und erfrischend neue Weise eingeführt. Das Buch ist intellektuell sehr anregend und kann jedem, der unter methodischen Vorzeichen mit dem Vorgang der Abwägung beschäftigen möchte, sehr empfohlen werden.« Dr. Marcus Kreutz, auf: socialnet.de, veröffentlicht am 27.01.2016
»Wer sich mit dem Thema ›Abwägung‹ beschäftigt, sollte das vorliegende Werk jedenfalls zur Hand nehmen. Die beiden Beiträge stellen eine lesenswerte Lektüre dar und regen ob ihrer durchaus zugespitzt formulierten und innovativen Thesen im besten wissenschaftlichen Sinne zur Diskussion an.« Sebastian Schmid, in: Zeitschrift für Verwaltung, 1/2015
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