Innere Bilder – äußere Schau

Studien zum Mediendispositiv des frühneuzeitlichen Jesuitenordens

By (author) Jenny Körber Series edited by Nadine Amsler Series edited by Birgit Emich Series edited by Markus Friedrich

Book cover: Innere Bilder – äußere Schau

Extent: 369 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies, Literary Studies, Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(January 2024)

ISBN: 9783412526689

6.89 x 9.65 inches

Price: $99.00

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Die Studie beleuchtet den Mediengebrauch der Jesuiten der romischen und der deutschen Ordensprovinz vom spaten 16. bis zur ersten Halfte des 18. Jahrhunderts. Die an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte angesiedelte Arbeit stellt die Frage nach der Herkunft, der Funktion sowie der theologischen und frommigkeitsdidaktischen Argumentation hinter dem Medieneinsatz des Ordens. Im Mittelpunkt stehen die Theaterproduktionen, die mit einer Untersuchung von Fest- und Auffuhrungsberichten, Sakralbauten und ephemerer Apparatur in Beziehung zueinander gesetzt und gelesen werden. Die Autorin weist nach, dass das Schauspiel der Jesuiten in einem medialen Verbund bestand, in welchem einzelne Kunstformen in synergetischer Weise miteinander interagierten. Auf diese Weise sollte – auf der Grundlage jesuitischer Spiritualitat und Frommigkeitspraktiken – eine neuartige Lekture-, Rezeptions- und Imaginationstechnik zur Schulung und Disziplinierung des Imaginationsapparates implementiert werden.


Mit ihrem neuartigen Medieneinsatz revolutionierten die fruhen Jesuiten die darstellende und bildende Kunst ihrer Zeit. Ein vergleichender Blick auf das Schauspiel, den Sakralbau und die Malerei ermoglicht die Rekonstruktion eines Mediendispositivs, das seine Schlagkraft bis in die Gegenwart hinein behauptet. Die an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte angesiedelte Arbeit stellt die Frage nach der Herkunft, der Funktion sowie der theologischen und frommigkeitsdidaktischen Argumentation hinter dem Medieneinsatz des Ordens. Der Schwerpunkt liegt auf den Theaterproduktionen der Jesuiten, die mit Fest- und Auffuhrungsberichten und Legenden sowie mit dem Sakralbau und ephemerer Apparatur in Beziehung zueinander gesetzt und gelesen werden sollen. Die Autorin weist nach, dass das Schauspiel der Jesuiten in einem medialen Verbund besteht, in dem einzelne Kunstformen in synergetischer Weise miteinander interagieren, um uber sie – auf der Basis jesuitischer Spiritualitat und Frommigkeitspraktiken – eine neuartige Lekture-, Rezeptions- und Imaginationstechnik zur Schulung und Disziplinierung des Imaginationsapparates zu implementieren. Der Fokus liegt auf den kunstlerischen Erzeugnissen der romischen und der deutschen Ordensprovinz in einem Zeitraum von 1597-1739.

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