Die Geburt des Russländischen Imperiums
Herrschaftskonzepte und -praktiken im 18. Jahrhundert
By (author) Ricarda Vulpius Series edited by Jörg Baberowski Series edited by Klaus Gestwa Series edited by Joachim von Puttkamer Series edited by Frithjof Benjamin Schenk
Hardback (Published)
(April 2020)
ISBN: 9783412518189
6.34 x 9.25 inches
Price: $125.00
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Die Studie zeigt, dass von einem exklusiven ‘Sonderweg’ des Zarenreiches im 18. Jahrhundert keine Rede sein kann. Vielmehr offenbaren Diskurse und Praktiken der Zivilisierung, Akkulturierung und Assimilierung zahlreiche Parallelen zu Denkweisen und zum Verhalten anderer europaischer Kolonialreiche. Als russlandische Spezifika wird der fruhe Ursprung der russlandischen Assimilationsidee herausgearbeitet und deren verhaltnismassig spate Koppelung an eine russlandische Zivilisierungsabsicht. Zudem werden die Grunde aufgezeigt, warum trotz des Wandels von Konzepten und Praktiken das ganze 18. Jahrhundert sowohl am Akkulturierungs- als auch am Zivilisierungsdiskurs festgehalten wurde.
In dem Buch geht es um die zentrale Rolle des 18. Jahrhunderts fur die Entwicklung des Russlandischen Reiches zu einem Imperium: Es ist das Jahrhundert, in dem sich die Kluft zwischen einem Imperium als analytischer Erkenntnis und einem solchen als Quellenkategorie schliesst. In dieser Zeitspanne, eingerahmt von der Zarenherrschaft Peters I. und Katharinas II., vollzog sich durch die Ubernahme des zunachst dichotomischen Konzepts von Zivilisiertheit und Barbarei aus dem ‘westlichen Europa ein tiefgreifender Wandel tradierter Denkweisen und Praktiken der russlandischen Elite, der erst jetzt in der Herausbildung eines umfassenden imperialen Bewusstseins resultierte.Dabei wird gezeigt, dass von einem exklusiven ‘Sonderweg’ des Zarenreiches im 18. Jahrhundert keine Rede sein kann. Vielmehr offenbaren Diskurse und Praktiken der Zivilisierung, Akkulturierung und Assimilierung zahlreiche Parallelen zu Denkweisen und zum Verhalten anderer europaischer Kolonialreiche. Als russlandische Spezifika wird der fruhe Ursprung der russlandischen Assimilationsidee herausgearbeitet, deren verhaltnismassig spate Koppelung an eine russlandische Zivilisierungsabsicht und die Grunde, warum trotz des Wandels von Konzepten und Praktiken das ganze 18. Jahrhundert sowohl am Akkulturierungs- als auch am Zivilisierungsdiskurs festgehalten wurde. In dem Buch geht es um die zentrale Rolle des 18. Jahrhunderts fur die Entwicklung des Russlandischen Reiches zu einem Imperium: Es ist das Jahrhundert, in dem sich die Kluft zwischen einem Imperium als analytischer Erkenntnis und einem solchen als Quellenkategorie schliesst. In dieser Zeitspanne, eingerahmt von der Zarenherrschaft Peters I. und Katharinas II., vollzog sich durch die Ubernahme des zunachst dichotomischen Konzepts von Zivilisiertheit und Barbarei aus dem ‘westlichen Europa ein tiefgreifender Wandel tradierter Denkweisen und Praktiken der russlandischen Elite, der erst jetzt in der Herausbildung eines umfassenden imperialen Bewusstseins resultierte. Dabei wird gezeigt, dass von einem exklusiven ‘Sonderweg’ des Zarenreiches im 18. Jahrhundert keine Rede sein kann. Vielmehr offenbaren Diskurse und Praktiken der Zivilisierung, Akkulturierung und Assimilierung zahlreiche Parallelen zu Denkweisen und zum Verhalten anderer europaischer Kolonialreiche. Als russlandische Spezifika wird der fruhe Ursprung der russlandischen Assimilationsidee herausgearbeitet, deren verhaltnismassig spate Koppelung an eine russlandische Zivilisierungsabsicht und die Grunde, warum trotz des Wandels von Konzepten und Praktiken das ganze 18. Jahrhundert sowohl am Akkulturierungs- als auch am Zivilisierungsdiskurs festgehalten wurde.
Ricarda Vulpius ist Privatdozentin für Osteuropäische und Neuere und Neueste Geschichte an der Freien Universität Berlin sowie Mitglied der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission.
- By (author) Ricarda Vulpius
- Series edited by Jörg Baberowski
- Series edited by Klaus Gestwa
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