Die politischen Gesetze des Mose als Vorbild

Entstehung und Einflüsse der politia-judaica-Literatur in der Frühen Neuzeit

By (author) Markus M. Totzeck Associate editor Christopher B. Brown Associate editor Günter Frank Associate editor Bruce Gordon Associate editor Barbara Mahlmann-Bauer Associate editor Tarald Rasmussen Associate editor Violet Soen Associate editor Zsombor Tóth Associate editor Günther Wassilowsky Associate editor Siegrid Westphal

Book cover: Die politischen Gesetze des Mose als Vorbild

Extent: 497 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies, Literary Studies, Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(March 2019)

ISBN: 9783525570739

6.3 x 9.33 inches

Price: $150.00

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Mosaische Gesetze an der Wurzel frühneuzeitlicher Rechtsdiskurse


English summary: In the second half of the sixteenth century, humanists and Calvinists created a unique text genre, the so-called politia judaica-literature, that was centered around the model of the ancient Jewish polity and the political laws of Moses. Markus M. Totzeck, for the first time, surveys the beginnings, the first works, and early writers of the politia judaica-literature. The author examines the decisive ancient traditions and sources, and shows that the model of the Mosaic polity influenced early-modern political thinking, especially in the seventeenth century. J.F. Gerhard Goeters Award for the History of Reformed Protestantism 2017. German description: Vordenker der Moderne wie Thomas Hobbes, Baruch de Spinoza, James Harrington, Christian Thomasius und viele mehr griffen in ihren politischen Lehren oft auf das Modell des alten judischen Gemeinwesens zuruck. Entscheidend beeinflusste sie dabei ein Schrifttum (politia-judaica-Literatur), das in der zweiten Halfte des 16. Jahrhunderts entstand und Moses Gesetze als politisches Vorbild darstellte. Markus M. Totzeck legt die erste vollstandige Untersuchung zur Entstehung dieser Literatur vor. Die antiken ausserbiblischen Mose-Traditionen bilden den Hintergrund seiner Arbeit. Diese Traditionen waren in der Fruhen Neuzeit zum ersten Mal als Druckausgaben erschienen und hatten sich im Renaissance-Humanismus mit Konzeptionen einer uralten Theologie und Weisheit (prisca theologia bzw. prisca sapientia) des Mose verbunden. Totzeck stellt heraus, wie Debatten uber die politische Relevanz der mosaischen Gesetze spater in der Reformation zur Entstehung der politia-judaica-Literatur beitrugen. Die ersten Werke stammten aus der Feder humanistischer Gelehrter, die in erster Linie ausgebildete Juristen und Historiographen waren, zugleich aber auch einen mehrheitlich calvinistischen Hintergrund hatten. Der Autor verdeutlicht die Nahe zwischen humanistischer Jurisprudenz und dem Calvinismus fur die politia-Bjudaica-Literatur. Diese Einflusse zeigt Totzeck fur eine erste Phase bis zu Petrus Cunaeus’ Werk De republica Hebraeorum libri III (1617) auf. Der Einfluss der politia-judaica-Literatur zeigt sich an der Verbreitung dieses Buchklassikers des 17. Jahrhunderts, der den ursprunglichen Rechtsdiskurs in umfangreichere politische Diskussionen fuhrte.

  • By (author) Markus M. Totzeck
  • Associate editor Christopher B. Brown
  • Associate editor Günter Frank
  • Associate editor Bruce Gordon
  • Associate editor Barbara Mahlmann-Bauer
  • Associate editor Tarald Rasmussen
  • Associate editor Violet Soen
  • Associate editor Zsombor Tóth
  • Associate editor Günther Wassilowsky
  • Associate editor Siegrid Westphal

»Die lesenswerte Arbeit gliedert sich in fünf Hauptkapitel [...]. Ein ausführliches Literaturverzeichnis und umfassende Register (Namensregister, Sachregister und Bibelstellenregister) ergänzen eine Arbeit, die als Fortschritt der Wissenschaft gedeutet werden kann.«

Dirk Fleischer – Das Historisch-Politische Buch, Jahrgang 67, Heft 3, 2019.

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