Instrumentalisierung

Zu einer Grundkategorie der Ethik der Mensch-Tier-Beziehung

By (author) Samuel Camenzind

Book cover: Instrumentalisierung

Extent: 351 pages

Publisher: Brill | mentis

Subjects: Philosophy

Language: German

Paperback (Published)

(September 2020)

ISBN: 9783957431882

6.1 x 9.25 inches

Price: $60.00

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Instrumentalisierung ist zu einer zentralen moralischen Kategorie geworden, die uber die Philosophie hinaus auch in Gesetzestexte und ethische Richtlinien eingegangen ist. Die vorliegende moralphilosophische Untersuchung beschaftigt sich mit der Instrumentalisierung von Tieren. Anlehnend an Immanuel Kant wird argumentiert, dass Instrumentalisierung nicht per se eine negative Kategorie ist, sondern dass zwischen moralisch zulassigen und moralisch unzulassigen Formen unterschieden werden muss. In einer kritischen Wurdigung zeitgenossischer kantianischer Positionen, der Tierrechtstheorie und dem Konzept der Tierwurde werden die Schwierigkeiten und Moglichkeiten einer Ubertragung von Immanuel Kants Verbot der vollstandigen Instrumentalisierung auf die Mensch-Tier-Beziehung herausgearbeitet. Im Rahmen einer vergleichenden Analyse wird gezeigt, wie die Phanomene Instrumentalisierung, Verdinglichung und Ausbeutung von Tieren zueinanderstehen. Daruber hinaus wird ein Vorschlag unterbreitet, wie zwischen zulassigen und unzulassigen Instrumentalisierungsmodi bei empfindungsfahigen Tieren unterschieden werden kann.

  • By (author) Samuel Camenzind

TIERethik, 13.Jg.22 (2021/1)
"Camenzinds Beitrag besteht insbesondere darin zu erforschen, inwiefern Kants Instrumentalisierungsverbot für Tiere adaptiert werden kann und wie weit Christine Korsgaard, Allen Wood oder Martha Nussbaum in ihren Ansätzen kantianisches Territorium verlassen." (Judith Benz-Schwarzburg)

Tierstudien, 20/2021
"Camenzind bringt die Debatte einen großen Schritt voran, indem er die Instrumentalisierung von Tieren begrifflich analysiert und Kriterien für ihre Zulässigkeit vorschlägt. Dafür ist eine sorgfältige Auseinandersetzung mit der anthropozentrischen Literatur erforderlich, die er in beeindruckender Breite und Tiefe leistet." (Nico Müller)