Farbensemantik und Farbensymbolik im Mittelalter. Ein Handbuch
Band I Methodische Grundlagen und historische Entwicklung / Band II Lexikon der Farbenbedeutungen
By (author) Christel Meier-Staubach By (author) Rudolf Suntrup
Hardback (Published)
(December 2025)
ISBN: 9783402251584
7.87 x 11.02 inches
Price: $234.00
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Das lange zu Unrecht als dunkel gescholtene Mittelalter war bunt – allein in der lateinischen Bibel, der Vulgata, finden sich mehr als 150 verschiedene Farbworter, die von den Exegeten seit der Vaterzeit in zahlreichen Schriftkommentaren im Wortsinn erklart und auf ihre symbolische, spirituell-heilsgeschichtliche und moralische Bedeutung hin ausgelegt worden sind. Dieser bislang ignorierte Wissensschatz wird hier nicht nur lexikalisch erfasst und dokumentiert, sondern zudem in seiner Entwicklung dargestellt und mit Blick auf seine allgemeinhistorische Wirkung bis in die Neuzeit hinein ausgewertet. Denn die von der Bibelexegese erarbeitete und mit der antiken aristotelisch-neuplatonischen Wissenstradition zu einer enzyklopadischen Farbenlehre verbundene Uberlieferung ist nicht auf die Theologie beschrankt geblieben, sondern fur alle Bereiche des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens, fur Liturgik und Heraldik ebenso wie fur Liebesdichtung und Malerei bedeutsam geworden. Daher gibt es hier Antworten selbst auf die trivialen Fragen, warum die Liebe rot, die Hoffnung grun und der Neid gelb ist.
Band 1: Einfuhrung: Das Projekt 'Handbuch der mittelalterlichen Farbendeutung' Methoden der mittelalterlichen Farbendeutung - das Problem der Qualitatenallegorese Grundzuge der historischen Entwicklung der Farbenallegorese: Die vier Farben der Stiftshutte im Buch Exodus: ein Prototyp Die Ausbildung des Deutungsspektrums der Farben: von Origenes bis zu Gregor dem Groaen Bestandsaufnahme und Erweiterungen: Beda Venerabilis und die Karolingerzeit Die Epoche groaer Veranderungen - der Weg zur abstrakten Farbe im 12. Jahrhundert: Neue Deutungen am Traditionsbestand: Bruno von Segni, Rupert von Deutz und die Victoriner - Die Farben in neuartigen Text-Bild-Werken: Hugos ,Arche' und Adams ,Stiftshutte' - Hildegards von Bingen neuer Umgang mit den Farben: die Vision und die abstrakte Farbe - Abstrakte Farben bei Joachim von Fiore, Heymericus de Campo und Nicolaus von Kues Das 13. und 14. Jahrhundert - Farbendiskurse in Philosophie, Enzyklopadie und Mythenallegorese: Neuplatonisch-philosophische Lichtmetaphysik und Farbe - Das aristotelische Modell der Farbenerklarung: Bartholomaus Anglicus, De proprietatibus rerum Buch XIX - Berchorius, De colore: Farbenallegorese in der spatmittelalterlichen Moralisierten Enzyklopadie - Die Darstellung des Themas 'Farbe' in den Illustrationen der Bartholomaus-Anglicus-Uberlieferung - Farben des antiken Mythos im Mittelalter Ein Sonderfall: der Regenbogen Farbensysteme und ihre Pragmatik: Liturgik - Heraldik - Erotik: Die liturgischen Farben Das heraldische Farbensystem Die Kritik Rabelais' und seine humanistisch-antiquarische Erklarungsmethode - Ambrogio Telesio, Libellus de coloribus Die Farben der Liebe: Emotion - Didaktik - Unterhaltung Farbskalen in katechetischen und anderen didaktischen Texten und Figuren Farbenkreise und Farbworter: Gelb - Blau - Grun - Rot - Weia - Schwarz - Grau - Farbenpaare und Buntheit Register und Verzeichnisse Band 2: Das Lexikon enthalt 171 Farbenartikel
die Lemmata entsprechen den in Bibel und Exegese vorkommenden lateinischen Farbenbezeichnungen. Daraus ergeben sich z. B. fur den Rotbereich mehr als 30, fur Gelb und Weia je 17, fur Blau und Schwarz je 15, fur Grun 12 Artikel. Die Artikel sind in mehreren Ebenen systematisch aufgebaut und reichen von der Erklarung der Farbenbezeichnung bis zu einer oft breit gefacherten Darstellung der Bedeutungen, nach kontext- und epochenspezifischen Ordnungskriterien., Aus dem Inhalt
Band 1
Einführung Das Projekt ‘Handbuch der mittelalterlichen Farbendeutung’
Methoden der mittelalterlichen Farbendeutung –
das Problem der Qualitätenallegorese
Grundzüge der historischen Entwicklung der
Farbenallegorese
Die vier Farben der Stiftshütte im Buch Exodus
ein Prototyp
Die Ausbildung des Deutungsspektrums der Farben von Origenes bis zu Gregor dem Großen
Bestandsaufnahme und Erweiterungen Beda
Venerabilis und die Karolingerzeit
Die Epoche großer Veränderungen – der Weg zur abstrakten Farbe im 12. Jahrhundert
Neue Deutungen am Traditionsbestand Bruno von Segni, Rupert von Deutz und die Victoriner – Die Farben in neuartigen Text-Bild-Werken Hugos ,Arche‘ und Adams ,Stiftshütte‘ – Hildegards von Bingen neuer Umgang mit den Farben die Vision und die abstrakte Farbe – Abstrakte Farben bei Joachim von Fiore, Heymericus de Campo und Nicolaus von Kues
Das 13. und 14. Jahrhundert – Farbendiskurse in Philosophie, Enzyklopädie und Mythenallegorese
Neuplatonisch-philosophische Lichtmetaphysik und Farbe – Das aristotelische Modell der Farbenerklärung Bartholomäus Anglicus, De proprietatibus rerum Buch XIX – Berchorius, De colore Farbenallegorese in der spätmittelalterlichen Moralisierten Enzyklopädie – Die Darstellung des Themas ‘Farbe’ in den Illustrationen der Bartholomäus-Anglicus-Überlieferung – Farben des antiken Mythos im Mittelalter
Ein Sonderfall der Regenbogen
Farbensysteme und ihre Pragmatik Liturgik –
Heraldik – Erotik
Die liturgischen Farben
Das heraldische Farbensystem
Die Kritik Rabelais’ und seine humanistisch-antiquarische Erklärungsmethode – Ambrogio Telesio, Libellus de coloribus
Die Farben der Liebe Emotion – Didaktik –
Unterhaltung
Farbskalen in katechetischen und anderen didaktischen Texten und Figuren
Farbenkreise und Farbwörter
Gelb – Blau – Grün – Rot – Weiß – Schwarz –
Grau – Farbenpaare und Buntheit
Register und Verzeichnisse
Band 2
Das Lexikon enthält 171 Farbenartikel; die Lemmata entsprechen den in Bibel und Exegese vorkommenden lateinischen Farbenbezeichnungen. Daraus ergeben sich z. B. für den Rotbereich mehr als 30, für Gelb und Weiß je 17, für Blau und Schwarz je 15, für Grün 12 Artikel. Die Artikel sind in mehreren Ebenen systematisch aufgebaut und reichen von der Erklärung der Farbenbezeichnung bis zu einer oft breit gefächerten Darstellung der Bedeutungen, nach kontext- und epochenspezifischen Ordnungskriterien.
- By (author) Christel Meier-Staubach
- By (author) Rudolf Suntrup
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