Werte in den Wissenschaften

100 Jahre nach Max Weber

edited by Gerhard Zecha

Book cover: Werte in den Wissenschaften

Extent: 328 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Social Sciences 

Language: German

Paperback (Out of print)

(November 2006)

ISBN: 9783161490071

Price: $62.00

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English summary: This volume contains controversial views and discussions on the purpose, function, analysis and justification of value judgments and norms in the social sciences and humanities. Besides philosophical contributions on the nature of values, representatives of various social disciplines explore the present day status of values in scientific research. They also elaborate on directives on how to tackle value problems and related issues in psychology, sociology, economics, political science and educational theory. The book offers not only a thorough look back on Max Weber’s philosophy of science but includes also detailed studies of this complex problem in several academic disciplines of today. German description: Im Jahre 1904 veroffentlichte Max Weber seinen beruhmten Objektivitatsaufsatz, in dem er Werturteilsfreiheit fur die Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften forderte. Demnach darf der ‘objektive’ Wissenschaftler zwar wissenschaftsimmanente Wertungen treffen, muss sich aber wissenschaftsexterner Wertungen, vor allem moralischer, religioser oder politischer Natur, enthalten. Diese Auffassung hat im Laufe des 20. Jahrhunderts zu mehreren philosophischen Grundsatzdebatten (‘Positivismusstreit’) und zu interdisziplinaren Auseinandersetzungen (‘Werturteilsstreit’) gefuhrt. Hundert Jahre nach Max Webers Programmaufsatz sollte in einem interdisziplinaren Symposium die Gultigkeit und Fruchtbarkeit des von Max Weber propagierten Prinzips der Wertfreiheit und die Rolle der Werte in den Human- und Gesellschaftswissenschaften uberpruft werden. Der vorliegende Band enthalt die Referate und gekurzten Diskussionen eines interdisziplinaren Symposiums, das 2004 in Salzburg stattfand. Philosophische, wissenschaftstheoretische und wissenschaftshistorische Grundsatzuberlegungen bilden einen ersten Teil des Bandes, im zweiten Teil folgen Beitrage aus den Disziplinen Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Padagogik. Die philosophischen Standpunkte sind nach wie vor kontrovers, vermitteln aber eine deutlich differenziertere Sichtweise der komplexen Problematik als im legendaren Positivismusstreit. Die fachwissenschaftlichen Beitrage referieren nicht nur uber den gegenwartigen Stand der Werturteilsdiskussion in den einzelnen Disziplinen, sondern illustrieren uberdies eindrucksvoll, dass sich die Auffassungen uber die Rolle von Wertungen und Normen in den Wissenschaften unterschiedlich entwickelt haben.

Gerhard Zecha: Die Wertfragen als Grundproblematik der Wissenschaften. Einfuhrende Bemerkungen Hans Albert: Max Webers Auffassung zur Wertproblematik und die Probleme von heute Michael Sukale: Irrationalitat und Voluntarismus in Webers Methodologie Paul Weingartner: Werte in den Wissenschaften Franz von Kutschera: Uber die Moglichkeit, Wertaussagen objektiv zu rechtfertigen Gerhard Zecha: Der Wertbegriff und das Wertfreiheitspostulat Gebhard Kirchgassner: Wertfreiheit und Objektivitat in den Wirtschaftswissenschaften: Mythos oder Realitat? Siegwart Lindenberg: Objektivitat, motivierte Kognition und die Struktur von Institutionen Klaus Faupel: Die Wertkomponente in den Denkschulen der Disziplin 'Internationale Politik' Volker Gadenne: Uber Werturteile in der Psychologie Jean-Luc Patry: Die Werturteilsproblematik in der Erziehungswissenschaft

Gerhard Zecha, Geboren 1942; Studium der Padagogik, Psychologie und Philosophie in Innsbruck und Salzburg; Univ.-Prof. am Fachbereich Philosophie, Kultur- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultat der Universitat Salzburg.

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