Kann man national bauen?

Die Architektur der Botschaften Indiens, der Schweiz und Grossbritanniens in Berlin

by Lucas Elmenhorst

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Extent: 239 pages

Publisher: Dietrich Reimer Verlag

Subjects: Architecture

Language: German

Paperback (Published)

(May 2010)

ISBN: 9783786126232

Price: $49.00

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Wie reprasentieren sich Staaten architektonisch in den Gastlandern? Kann nationale Identitat durch Botschaftsbauten ausgedruckt werden – und sind diese damit ‘architektonische Botschafter’ ihrer Nationen? Mit der Entscheidung fur Berlin als kunftigem gesamtdeutschen Regierungs- und Parlamentssitz begann Mitte der 1990er Jahre ein regelrechter Botschafts-Bauboom. In den traditionellen Botschaftsvierteln im Umfeld der Wilhelmstrasse und sudlich des Tiergartens entstand so eine ‘Strasse der Nationen’, die dem Parcours der Landerpavillons auf den Weltausstellungen des 19. Jahrhunderts gleicht. Ahnlich diesen sollen sie nationale Bilder kommunizieren, obwohl sie allesamt im Formenvokabular einer internationalen zeitgenossischen Architektur errichtet sind. Lucas Elmenhorst untersucht beispielhaft die Berliner Botschaften Indiens (Architekten Leon Wohlhage Wernik), der Schweiz (Diener & Diener) und Grossbritanniens (Michael Wilford & Partners) auf vermeintlich nationale Chiffrierungen. Er vergleicht diese architektonischen Reprasentationsstrategien mit denen der zeitgleich entstandenen Nationenpavillons der Expo 2000 in Hannover. Anhand der Kaiserlichdeutschen Botschaft in St. Petersburg (Peter Behrens) sowie der Botschaften Japans (Ludwig Moshamer) und der Tschechoslowakei (heute Tschechien, Vera Machoninova) in Berlin gibt der Autor einen Uberblick der historischen Entwicklung des Bautypus Botschaftsbau bis hin zur Berliner Republik.

  • By (author) Lucas Elmenhorst

L. E. analysiert insgesamt sehr erhellend die drei Botschaften und ihre iindividuellen nationalen Bedeutungsmuster. Er schalt gerade bei Bauten politische Implikationen heraus, die sich nicht sofort auf den ersten Blick erschliessen (...). Die Untersuchung kann daher als eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Klarung der politischen Gesamtikonologie der jungsten Berliner Architektur betrachtet werden.Als Autor von Architekturfuhrern (...) gelingt es ihm fachmannisch, die Botschaftsviertel in Berlin zu prasentieren und zu analysieren (...). Aber auch der kurzweilige und lesenswerte Uberblick der historischen Entwicklung des Botschaftsbaus oder zur Berliner Republik sind interessanter Lesestoff, der jedem Architektur-Begeisterten das Herz hoher schlagen lasst.