Erinnerung als Aufgabe?

Dokumentation des II. und III. Schriftstellerkongresses in der DDR 1950 und 1952

Edited by Carsten Gansel Series edited by Jürgen Reulecke Series edited by Birgit Neumann

Book cover: Erinnerung als Aufgabe?

Extent: 682 pages

Publisher: V&R unipress

Subjects: Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Formen der Erinnerung

Language: German

Hardback (Published)

(July 2008)

ISBN: 9783899714067

6.34 x 9.69 inches

Price: $163.00

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Die hier erstmals vorgelegte Dokumentation der beiden Schriftstellerkongresse in der DDR vom Beginn der 1950er Jahre zeigt, wie sich ein spezifisches Funktionsverständnis für Literatur ausbildet und gibt Auskunft über Struktur und Funktion des kollektiven wie des individuellen Gedächtnisses. Für literarische Gruppenbildungen hatten die Kongresse eine entscheidende Bedeutung: Hier kam es zur letztlich parteipolitisch motivierten Gründung des Deutschen Schriftstellerverbandes (DSV) innerhalb des Kulturbundes – für die literarische Intelligenz die einzig legitimierte kulturelle Organisation. Zunehmend gezwungen, zwischen Autoren und politischen Instanzen zu vermitteln, zeigt die Geschichte des DSV, inwieweit literarische Gruppenbildungen im bürgerlichen Sinne in ›geschlossenen Gesellschaften‹ wie der DDR keine Rolle spielen konnten.


Die hier erstmals vorgelegte Dokumentation der beiden Schriftstellerkongresse in der DDR vom Beginn der 1950er Jahre zeigt, wie sich ein spezifisches Funktionsverständnis für Literatur ausbildet und gibt Auskunft über Struktur und Funktion des kollektiven wie des individuellen Gedächtnisses. Für literarische Gruppenbildungen hatten die Kongresse eine entscheidende Bedeutung: Hier kam es zur letztlich parteipolitisch motivierten Gründung des Deutschen Schriftstellerverbandes (DSV) innerhalb des Kulturbundes – für die literarische Intelligenz die einzig legitimierte kulturelle Organisation. Zunehmend gezwungen, zwischen Autoren und politischen Instanzen zu vermitteln, zeigt die Geschichte des DSV, inwieweit literarische Gruppenbildungen im bürgerlichen Sinne in ›geschlossenen Gesellschaften‹ wie der DDR keine Rolle spielen konnten.

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