Heute war ich bey Lisette in der Visite

Die Tagebucher der Basler Pfarrersfrau Ursula Bruckner-Eglinger, 1816-1833

edited by Bernadette Hagenbuch

Book cover: Heute war ich bey Lisette in der Visite

Extent: 555 pages

Publisher: Schwabe Verlagsgruppe AG

Subjects: Art & Art History

Series: Selbst-Konstruktion

Language: German

Hardback (Published)

(August 2014)

ISBN: 9783796533280

Price: $124.00

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Gegenstand dieser kommentierten Edition sind die Tagebucher von Ursula Bruckner-Eglinger (1797-1876), Angehorige der Herrnhuter Brudergemeine in Basel. Die Tagebuchautorin wuchs in Benken als Tochter des dortigen Pfarrers auf und heiratete 1819 Abraham Bruckner, der das Pfarramt in Binningen innehatte. Dort lebte sie bis 1833 und wurde Mutter von funf Sohnen. Nach der Teilung des Kantons Basel in die Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Land- schaft siedelte die Familie in die Stadt uber, wo sie in der Pfarrei St. Leonhard ein neues Zuhause fand. In den zwischen 1816 und 1833 verfassten Tagebuchern beschreibt Ursula Bruckner-Eglinger Rituale und Gepflogenheiten rund um Geburten, Taufen, Hochzeiten und Begrabnisse. Sie erzahlt aber auch von den taglichen Verpflichtungen einer Pfarrersfrau und berichtet von gemachten und empfangenen Besuchen. So entsteht ein vielfaltiges Bild der Lebensumstande und des Beziehungsgeflechts im pietistisch gepragten Milieu der Basler Oberschicht. Im Pietismus galt das Fuhren eines Tagebuchs als Teil der alltaglichen Frommigkeitspraxis. Die Schreibenden legten darin Rechenschaft uber ihr Denken und Handeln ab und unterzogen sich einer stetigen Gewissensprufung. Tagebucher dienten als Ort des Zwiegespraches mit Gott und der Uberprufung der eigenen religiosen Gefuhle, was in den Aufzeichnungen von Ursula Bruckner-Eglinger an vielen Stellen deutlich wird. In den Jahren 1831-1833 stehen zudem die Basler Trennungswirren im Mittelpunkt. Die Autorin berichtet von den Ereignissen und beschreibt den als sehr turbulent und schmerzvoll empfundenen Zeitabschnitt, in dem der Alltag der Familie stark beeinflusst wurde und sie sich schliesslich gezwungen sah, in die Stadt umzuziehen.

  • Edited by Bernadette Hagenbuch