Diskriminiert – vernichtet – vergessen

Behinderte in der Sowjetunion, unter nationalsozialistischer Besatzung und im Ostblock 1917–1991

Edited by Alexander Friedman Edited by Rainer Hudemann

Book cover: Diskriminiert – vernichtet – vergessen

Extent: 563 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Slavic Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Language: English, German

Hardback (Published)

(January 2016)

ISBN: 9783515112666

6.69 x 9.49 inches

Price: $147.00

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Behinderte und psychisch Kranke wurden in der stalinistischen Sowjetunion diskriminiert. Viele von ihnen uberlebten die nationalsozialistische Mordpolitik nicht. Nach 1945 blieben sie in der UdSSR, im Ostblock und auch im Westen als Opfer des Zweiten Weltkrieges vergessen. Unter welchen Umstanden lebten Behinderte und Kranke in der UdSSR vor dem deutschen Uberfall? Wie wurden sie in der sowjetischen und deutschen Propaganda dargestellt? Wie entwickelte sich das sowjetische Gesundheitswesen? Waren eugenische Theorien in der Sowjetunion im Umlauf? Wie verliefen die nationalsozialistischen Kranken- und Behindertenmorde in den besetzten Gebieten? Wie lasst sich die schleppende Aufarbeitung dieser Verbrechen nach 1945 erklaren? Wie war die Lage von Kranken und Behinderten in der UdSSR, im Ostblock und im postsowjetischen Raum? Forscher aus Weissrussland, Russland, Deutschland und der Ukraine analysieren diese und weitere bislang wenig erforschte Probleme, welche grosse Bevolkerungsteile betrafen. Es werden dabei umfangreiche, lange Zeit gesperrte und bis heute fur westliche Wissenschaftler kaum zugangliche postsowjetische Archiv- und Bibliotheksbestande ausgewertet.

Alexander Friedman, geb. 1979, studierte an der Staatsuniversitat Weissrusslands und der Universitat des Saarlandes. Seit 2006: Mitarbeiter des Dokumentationsprojekts “Juden in Nazideutschland” von Yad Vashem (Jerusalem) im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Seit 2008: Lehrbeauftragter an der Universitat des Saarlandes und an Sciences Po Paris in Nancy. Seit 2014: Senior Researcher in der Forschungseinheit “Education, Culture, Cognition and Society” der Universitat Luxemburg im Forschungsprojekt “Die UdSSR, die DDR und das Grossherzogtum Luxemburg nach dem Zweiten Weltkrieg”. Arbeitsschwerpunkte: Sowjetische Geschichte, Holocaust, Nationalsozialismus, Fremd- und Selbstbilder in Ost- und Westeuropa, Geschichte der Juden und Roma in Ost- und Ostmitteleuropa, Geschichte Israels und der DDR, Internationale Beziehungen im 20. Jahrhundert. Rainer Hudemann, geb. 1948, studierte in Heidelberg, Kiel, Paris und Trier. Promotion 1976 und Habilitation 1984 Universitat Trier. Lehrstuhlvertretung Heidelberg 1984-1985. Professor fur Neuere und Neueste Geschichte an der Universitat des Saarlandes 1985-2013. Professor fur Histoire contemporaine de l’Allemagne et des pays germaniques an der Universitat Paris-Sorbonne 2010-2015. Gastprofessuren Hebrew University, Sciences Po Paris. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehoren der politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Wiederaufbau nach dem II. Weltkrieg, Geschichte der Sozialpolitik und der Kriegsopfer, Geschichte der politischen Parteien, Urbanisierung im europaischen Vergleich, Deutschland und Frankreich im Vergleich, transnationale Transfer- und Erinnerungsprozesse.

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