Die große Angst
Polen 1944–1947: Leben im Ausnahmezustand
By (author) Marcin Zaremba
Hardback (Published)
(January 2016)
ISBN: 9783506780935
6.18 x 9.17 inches
Price: $75.00
In stock
Rotarmisten, bestechliche Milizionäre, Deserteure, Banditen, Hunderttausende Kriegsversehrte, Waisen und Bettler. Sie prägten das Bild Nachkriegspolens. Marcin Zaremba nimmt den Leser mit auf die schockierende Reise in eine Zeit, die aus der Erinnerung der Polen verschwunden ist – in ein durch den Krieg entvölkertes Land der Angst, Armut und Unsicherheit. Die große Angst ist die Geschichte der ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg, bar aller Mythen und Legenden über die Befreiung vom Faschismus.
Der Autor zeigt eine zerstörte Gesellschaft, in der Vergewaltigungen und Plünderungen an der Tagesordnung waren, in der die unsichere Zukunft die von fünf Jahren Besatzung geplagten Menschen um den Schlaf brachte. Gibt es einen neuen Krieg? Schaffe ich es, Hunger und Epidemien zu überstehen? Finde ich ein Heim und Arbeit in diesem Land, das nicht einmal feste Grenzen besitzt? Fragen wie diese stellten sich Millionen Menschen.
Die große Angst ist nicht nur ein bahnbrechendes wissenschaftliches Werk über Gewaltgeschichte und Besatzungserfahrung, sondern auch die faszinierende Erzählung eines Historikers und Publizisten, dessen Beiträge in Zeitschriften und Zeitungen wie Polityka, Gazeta Wyborcza und Rzeczpospolita zu lesen sind.
Marcin Zaremba ist Dozent am Historischen Institut der Universität Warschau und am Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Sein Interesse gilt vor allem der Gesellschaftsgeschichte der Volksrepublik Polen. Schon für seine Dissertation erhielt er den polnischen Historikerpreis »Klio« und wurde mit Preisen der Polityka und des Ministeriums für Kultur und Nationales Gedenken ausgezeichnet. “Die Große Angst” wurde 2013 in Polen mit dem Kazimierz Moczarski-Preis für das beste historische Buch des Jahres ausgezeichnet.
- By (author) Marcin Zaremba
Der Tagesspiegel, 08.06.2016
Hier geht es zur Besprechung von Wolfgang Templin.Deutschlandfunk, 12.12.2016
In der Sendung "Andruck - Das Magazin für politische Literatur" bezeichnet Johanna Herzing den Titel als "ein detailreiches Psychogramm der polnischen Nachkriegsgesellschaft".
Die Rezension kann hier nachgelesen werden.Die Presse, 01.03.2016
"In der Frage, was die „große Angst“ politisch anrichten kann, ist sein Buch für die aktuelle Gegenwart in Europa hochinteressant – und sein Versuch zu verstehen, was den moralischen Zusammenbruch herbeigeführt hat, vermutlich hilfreicher als jede Moralpredigt." (Anne-Catherine Simon)
Lesen Sie hier die gesamte Besprechung.—
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