Von Konstantinopel nach Genf

Quellen zum Wirken Richard Lichtheims

Foreword by Dan Diner Edited by Andrea Kirchner

Book cover: Von Konstantinopel nach Genf

Extent: 587 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Jewish Studies, Twentieth- & Twenty-First- Century History

Series: Archiv jüdischer Geschichte und Kultur / Archive of Jewish History and Culture

Language: German

Hardback (Published)

(October 2022)

ISBN: 9783525311486

6.93 x 9.69 inches

Price: $188.00

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Der Quellenband vermittelt Einblicke in die zionistische Diplomatie


Uber Jahrzehnte hinweg vertrat der 1885 geborene Richard Lichtheim die Interessen der judischen Nationalbewegung gegenuber den herrschenden Machten der Zeit: Wahrend des Ersten Weltkriegs war er als Reprasentant der Zionistischen Organisation in Konstantinopel tatig und trug dort wesentlich zum Schutz des Jischuw, der judischen Ansiedlung in Palastina, bei. Wahrend des Holocaust agierte er als Emissar der Jewish Agency in Genf, wo er als einer der Ersten von der Ermordung der europaischen Judenheiten erfuhr. Unermudlich versuchte er, die Kenntnis uber den millionenfachen Mord zu verbreiten und Hilfe zu organisieren. Gleichzeitig aktualisierte sich vor dem Hintergrund seiner diplomatischen Tatigkeiten Lichtheims Vorstellung von judischer Selbstbestimmung in Palastina: Er wandelte sich vom uberzeugten rechtszionistischen Revisionisten zu einem Parteiganger der linksliberalen Aliya Hadasha. Die Quellenedition gibt gleichermassen Einblick in die diplomatischen Tatigkeiten Lichtheims und die Auswirkungen dieser Arbeit auf seine Konzeption des Zionismus.

Dan Diner ist Professor emeritus für Moderne Geschichte an der Hebrew University of Jerusalem. Von 1999 bis 2014 war er Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur und Professor am Historischen Seminar der Universität Leipzig.

  • Foreword by Dan Diner
  • Edited by Andrea Kirchner