Von der Fabeldeutung mit dem Zauberstab zum modernen Mythenverständnis

Die Mythentheorie Christian Gottlob Heynes

By (author) Lydia Merkel

Book cover: Von der Fabeldeutung mit dem Zauberstab zum modernen Mythenverständnis

Extent: 350 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies, Literary Studies

Series: Altertumswissenschaftliches Kolloquium

Language: German

Paperback (Published)

(November 2019)

ISBN: 9783515124898

6.69 x 9.49 inches

Price: $110.00

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In Mythen haben die altesten Vorstellungen und fruhesten historischen Ereignisse der Menschheit ihre Spuren hinterlassen. Diese Feststellung mag heute wenig Furore machen; noch im 18. Jahrhundert jedoch war das anders: Man erhob antike Mythen teilweise zu verschlusselten Geheimbotschaften, in denen sich uralte Weisheit verbirgt, teils verteufelte man sie als gottlose Ketzerei, teils sah man in ihnen nichts weiter als schone Geschichten aus einer anderen Welt. Auf keinen Fall jedoch erachtete man sie als einen Gegenstand, welcher der wissenschaftlichen Betrachtung wert gewesen ware. Dieser Bewertung des antiken Mythos arbeitete der Gottinger Professor Christian Gottlob Heyne Zeit seines Lebens entgegen. Er betonte immer wieder, dass sich im Mythos die Grundmuster menschlichen Denkens erkennen lassen, und schuf die erste wissenschaftliche Mythentheorie. Lydia Merkel zeigt in dieser Studie, wie es Heyne gelang, die eigentliche Bedeutung des Mythos fur die Geisteswissenschaften zu erschliessen und damit den entscheidenden Schritt zum modernen Mythosbegriff zu gehen.


In Mythen haben die altesten Vorstellungen und fruhesten historischen Ereignisse der Menschheit ihre Spuren hinterlassen. Diese Feststellung mag heute wenig Furore machen; noch im 18. Jahrhundert jedoch war das anders: Man erhob antike Mythen teilweise zu verschlusselten Geheimbotschaften, in denen sich uralte Weisheit verbirgt, teils verteufelte man sie als gottlose Ketzerei, teils sah man in ihnen nichts weiter als schone Geschichten aus einer anderen Welt. Auf keinen Fall jedoch erachtete man sie als einen Gegenstand, welcher der wissenschaftlichen Betrachtung wert gewesen ware. Dieser Bewertung des antiken Mythos arbeitete der Gottinger Professor Christian Gottlob Heyne Zeit seines Lebens entgegen. Er betonte immer wieder, dass sich im Mythos die Grundmuster menschlichen Denkens erkennen lassen, und schuf die erste wissenschaftliche Mythentheorie. Lydia Merkel zeigt in dieser Studie, wie es Heyne gelang, die eigentliche Bedeutung des Mythos fur die Geisteswissenschaften zu erschliessen und damit den entscheidenden Schritt zum modernen Mythosbegriff zu gehen.

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