Schaibanidische Grabinschriften

Herausgegeben von Baxtiyor Babadjanov, Ashirbek Muminov und Jürgen Paul

Book cover: Schaibanidische Grabinschriften

Extent: 316 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Islamic & Middle Eastern Studies, Slavic Studies

Language: German

Hardback (Published)

(March 1998)

ISBN: 9783895000577

7.87 x 11.02 inches

Price: $78.00

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Das Buch enthalt 84 uberwiegend arabische Inschriften von Grabmalen, die fur Angehorige der mittelasiatischen Dynastie der Schaibaniden (oder Sibaniden) errichtet worden sind. Diese Dynastie herrschte im 16. Jahrhundert in einer Anzahl von Zweigen uber weite Gebiete des heutigen Mittelasien, des nordlichen Afghanistan und des ostlichen Iran; die Inschriften gehen aber teilweise weit ins 17. Jahrhundert hinein. Sie betreffen nicht nur Herrscher, sondern auch Privatpersonen, darunter auch eine grosse Anzahl Frauen und Kinder, die aus den narrativen Quellen nicht bekannt sind.Die Inschriften erlauben Aufschlusse uber die Herrschafts- und Familienstruktur der Schaibaniden und sind bedeutende Zeugnisse fur die Entwicklung der Kalligraphie und der Steinschneidekunst. Sie dokumentieren den Ubergang vom Arabischen zum Persischen auch bei feierlichen Anlassen und sind in ihrer Vollstandigkeit ein wichtiges Studienobjekt fur kulturhistorische Fragestellungen. Mit dieser Publikation werden neue Erkenntnisse uber die Geschichte Zentralasiens ermoglicht. Gleichzeitig wird auf den beschleunigten Verlust der Originale reagiert, von denen heute schon viele nicht mehr gelesen werden konnen.Der Band enthalt Fotos, Nachzeichnungen, Lesungen (arabisch) und Ubersetzungen ins Deutsche, Usbekische und Russische. Er stellt damit auch ein Beispiel fur die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Europa und Usbekistan dar.

  • Edited by Baxtiyor Babadjanov
  • Edited by Ashirbek Muminov
  • Edited by Jürgen Paul

„Die Erschließung der arabischsprachigen epigraphischen Dokumente, wie sie weithin über alle islamischen Länder verteili in situ anzutreffen sind, hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Der hier vorgelegte Band, der insg. 84 Inschriften von Grabmälem (genauer: Kenotaphen) der timuridischen Dynastie der Schaibaniden, die während des 16. Jahrhunderts einen weiten Teil Zentrarasiens (so insb. das Gebiet des heutigen Staates Usbekistan) beherrschte, ediert und übersetzt, bedeutet einei weiteren wichtigen und sehr dankenswerten Beitrag zu dieser Erschließung, für dessen<br/>sicherlich mühevolle Erarbeitung den Heiausgebem jedenfalls Dänk gebührt. Besonderer Dank - und dies sei gleich vorweggenommen - ist auch dem Verlag zu zollen, der der Forschung ein in seinem Äußeren makelloses und überaus<br/>ansprechendes Werk verfügbar gemacht hat.<br/>[...] insgesamt [liegt] eine sehr beachtliche und anerkennenswerte Leistung vor, die Interessierte an der arabischen Epigraphik bzw. an der Geschichte Zentralasiens mit Nutzen und dankbar heranziehen werden.“<br/><br/>Von Arne A. Ambros<br/>In: Wiener Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes. 89 (1999). S. 287-289.<br/><br/><br/>
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